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14.02.1997 - 

Kooperation mit Netscape ausgeweitet

Telekom AG auf dem Weg zum Full-Service-Provider

"In Deutschland wird es zum härtesten Telekommunikations-Wettbewerb der Welt kommen, doch letztendlich wird nur die Telekom als echter Global Player aus diesem Kampf hervorgehen." So schätzt Telekom-Chef Ron Sommer die Zukunft für sein Unternehmen nach der Liberalisierung der TK-Märkte ein. Mehr noch: Eine starke Telekom, so Sommer, sei von entscheidender Bedeutung für den Standort Deutschland.

Gegenwärtig geht es den Bonnern gut: Mit einem Betriebsergebnis von sechs Milliarden Mark für das Geschäftsjahr 1996 erwartet die Telekom mit den Worten ihres Chefs eine "deutliche Steigerung" gegenüber dem Vorjahr, die er ähnlich auch für die Zeit nach dem Wegfall des Festnetz-Monopols zum 1. Januar 1998 prognostiziert. Um die Stellung des TK-Riesen dann zu sichern, werden in Bonn die Weichen in Richtung Internationalisierung gestellt: Das Joint-venture Global One (gemeinsam mit British Telecom und Sprint), die Allianz mit France Télécom, die Beteiligung an der ungarischen Matav und das Engagement der Telekom in Asien wären hier zu nennen.

Engagement im Internet

Besonders aber hat es der Wachstumsmarkt Internet den Bonnern angetan. Für die Zukunft soll mehr geboten werden als nur der Zugang zum World Wide Web via T-Online: Die Telekom sieht sich auf dem Weg zu einem "Full-Service-Provider", der speziell Geschäftskunden Komplettlösungen aus einer Hand bieten will. Eine Palette von Services, darunter beispielsweise die "T-Intra"-Familie der sogenannten Internet-Mehrwertdienste (Value Added Services) oder "T-Intra-ATM", wurde beim 6. Internationalen Presse-Kolloquium in München vorgestellt. Die T-Intra-Dienste bieten laut Telekom alle Intra- und Internet-Dienstleistungen, die Unternehmen benötigen, jeweils kundenspezifisch angepaßt.

Um dies zu gewährleisten, haben die Bonner die bereits bestehende Kooperation mit Netscape Communications Corp. ausgedehnt. Bislang beschränkte sich die Zusammenarbeit der Unternehmen darauf, daß die Telekom ihren T-Online-Kunden den Netscape-Browser "Navigator" in der jeweils neuesten deutschen Version zur Verfügung stellte. Dies soll so bleiben, doch zusätzlich hat ein Telekom-Sprecher angedeutet, daß in der voraussichtlich Ende Mai erscheinenden neuen Version der T-Online-Zugangssoftware Navigator-Elemente so integriert sein werden, daß die Benutzer nahtlos von T-Online-Inhalten beispielsweise zum World Wide Web wechseln können.

Daneben vermarktet die Telekom bei all den bereits genannten Internet-Mehrwertdiensten die gesamte Produktpalette von Netscape (also auch die Server-Familie der Kalifornier) und setzt sie im eigenen Haus ein. Damit will man die Kompetenz der Kalifornier in Sachen Internet-Technologie mit der Fähigkeit der Telekom koppeln, einen großen Markt zu erreichen.

Mit "Global Learning" stellten die Bonner einen weiteren neuen Dienst vor, den Unternehmen innerhalb bestehender Intranets zur Schulung der Mitarbeiter einsetzen sollen.