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13.09.1996 - 

Kooperation mit AOL unter Dach und Fach

Telekom AG lagert T-Online aus

Seit dem 1. September 1996 hat die Online Pro Dienste GmbH mit Sitz in Darmstadt die Arbeit aufgenommen. Die Geschäftsführung haben Wolfgang Keuntje und Eric Danke inne, die zuvor bereits bei der Telekom führende Positionen bekleideten.

Die Telekom begründet die Gründung der Tochter dahingehend, daß ein kleines Unternehmen flexibler sei und auf die Markterfordernisse der schnellebigen Branche besser reagieren könne. Den Bonnern wurde dieses Vorgehen aber auch von seiten der europäischen Kartellbehörde empfohlen, die die Sondierungsgespräche zwischen der Telekom, America Online, Bertelsmann und dem Springer Verlag hinsichtlich einer Allianz im Online-Markt kritisch verfolgte (siehe CW Nr. 35, Seite 1 "Bertelsmann steigt bald bei T-Online ein"). In der nun zustande gekommenen Allianz soll T-Online vornehmlich die professionellen Anwender ansprechen, wogegen AOL den Heimanwender anvisieren wird.

Der deutsche Ableger des amerikanischen Online-Dienstes kündigte derweil auf der CeBIT Home eine "Herbstoffensive" an. In Europa hat AOL eigenen Angaben zufolge derzeit rund 200000 Abonnenten, davon etwa zwei Drittel in Deutschland. Im November soll eine neue Zugangssoftware auf den Markt kommen, die den Weg in das Internet erleichtert. Außerdem arbeitet der Betreiber mit seinen Content-Providern an zielgruppenorientierten Inhalten.

Gleichzeitig ist AOL aber wegen der angeblichen Verbreitung von Kinder-Pornographie in Verruf geraten. In Hamburg ist eine Untersuchung anhängig, die die Publizierung entsprechender Bilder aufklären soll. AOL und Bertelsmann weisen jede Verantwortung zurück.