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16.04.1993 - 

Bonner Postunternehmen bleibt Motor der TK-Industrie

Telekom AG: ZVEI fordert eine Begrenzung des Auslandskapital

Der ZVEI-Fachverband Kommunikationstechnik begruesst Krone zufolge grundsaetzlich die Umwandlung der Telekom in eine Aktiengesellschaft mit einer starken Beteiligung privater Aktionaere, denn nur so koenne "die Wettbewerbsfaehigkeit und Finanzkraft der Telekom dauerhaft gesichert werden". Krone verwies dabei vor allem auf die Bedeutung des Bonner Postunternehmens fuer die deutsche kommunikationstechnische Industrie. So sei die Telekom aufgrund ihrer Monopolstellung und der Abschottung der auslaendischen Maerkte in weiten Bereichen praktisch der einzige Kunde der Branche.

Demnach wuerden auf den Monopolbereich, der auf der Basis oeffentlicher Netze die Grundlage der Infrastruktur der Telekom bildet, mit elf Milliarden Mark rund 60 Prozent des gesamten Marktes entfallen. Bezogen auf die Stueckzahl habe der Bonner Carrier bei TK-Anlagen einen Marktanteil von 33 Prozent, bei Telefonen von rund 80 und bei Telefax-Geraeten von 20 bis 25 Prozent. Selbst wenn die Telekom im Zuge einer weiteren Liberalisierung als Endgeraete-Abnehmer beziehungsweise -Lieferantan Boden verliere, zeige, so Krone, das Beispiel Grossbritanniens, dass sich ihr Marktanteil wahrscheinlich auf hohem Niveau stabilisieren werde.

Darueber hinaus sehe der Verband die Notwendigkeit, das Netz- und Telefondienstmonopol der Telekom fuer die Dauer des Infrastrukturausbaus in den neuen Bundeslaendern aufrechtzuerhalten. Dies bedeute aber zugleich eine besondere Verantwortung der Telekom gegenueber der deutschen Industrie. Gerade hier wuerden sich jedoch, wie Krone beklagte, zunehmend Probleme abzeichnen, indem sich die Einkaufsbedingungen durch die "Ausnutzung der Monopolmacht" verschaerften und gleichzeitig die Marktoeffnung fuer die internationale Konkurrenz zu Wettbewerbsverzerrungen fuehre.