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17.11.2000 - 

Keine Pauschaltarife für die Konkurrenz?

Telekom beharrt weiter auf Zeittakt beim Internet

BONN (CW) - In den Diskussionen um einen zeitlich unbegrenzten Internet-Zugang zum Pauschaltarif bleibt die Telekom hart. Sie fordert weiterhin eine zeittaktabhängige Gebühr für die Nutzung des Telefonnetzes. Verbraucherverbände und die Initiative "Internet ohne Taktung" fordern dagegen Pauschaltarife für unter 40 Mark.

In den Streit zwischen der Telekom und anderen Online-Anbietern über Pauschaltarife zur Nutzung des Telefonnetzes beim Internet-Zugang hat sich nun eine dritte Seite eingeschaltet. Verbraucherverbände und die Initiative Internet ohne Taktung legten der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) 40000 Unterschriften mit der Forderung nach einer Einführung echter Pauschaltarife vor. Dabei schwebt ihnen eine Flatrate von unter 40 Mark vor. Um dies zu erreichen, soll die Reg TP in der Auseinandersetzung zwischen der Telekom und anderen Anbietern für gleiche Wettbewerbsbedingungen sorgen.

AOL und andere hatten die Reg TP angerufen, um den Pauschalpreis von 79 Mark, den die Telekom-Tochter T-Online für das Surfen ohne Zeitlimit verlangt, überprüfen zu lassen.

Ungeachtet der Forderungen von Interessenverbänden und Konkurrenten beharrt die Telekom weiter auf einer zeitabhängigen Abrechnung für die Nutzung des Telefonnetzes beim Internet-Zugang. Zum einen, so die Argumentation des Carriers, sei die Anordnung eines Pauschaltarifes durch die Reg TP rechtlich nicht möglich, zum anderen sprächen technische Schwierigkeiten dagegen. Nach Angaben der Telekom ist das Telefonnetz nämlich nicht dem erwarteten Ansturm von Flatrate-Nutzern gewachsen, wenn es als Internet-Zugang zum Pauschaltarif genutzt werden kann. Dieses Netz sei lediglich für eine gleichzeitige Nutzung durch zehn Prozent der Teilnehmer ausgelegt. Dauer-Surfer würden also in den Vermittlungsstellen die Kapazitäten für die normalen Telefonkunden blockieren. Ein Engpass, der laut Telekom nur durch Milliardeninvestitionen zu beseitigen ist.

Die Telekom-Argumentation ist logisch durchaus nachvollziehbar. So offeriert sie etwa nicht nur höhere Bandbreiten, sondern belastet die Telefon-Vermittlungsstellen nicht mit dem Internet-Verkehr. Entsprechend verweist auch der Bonner Carrier die Online-Dienste auf den eigenen DSL-Dienst "T-DSL", falls sie einen Ausweg aus der Zeittaktfalle suchen. Ein Angebot, das jedoch einen Haken hat: Aufgrund von Lieferproblemen der Hersteller kann die Telekom die Nachfrage nicht befriedigen.