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09.02.1996 - 

Ruettgers plaediert fuer G7-Vereinbarung zu Internet-Inhalten

Telekom fordert mit Nachdruck Freigabe der Grosskundenrabatte

09.02.1996

Die seit Jahreswechsel geltenden neuen Tarife im Telefondienst waren eines der zentralen Themen des 5. Internationalen Pressekolloquiums der Deutschen Telekom AG in Bonn. "Es geht nicht an, dass uns Politiker vorschreiben, welche Preise wir anbieten muessen", schoss Telekom-Vorstandsvorsitzender Ron Sommer scharf in Richtung Bonner Regierungsviertel. Der Telekom-Chef rechtfertigte dabei erneut die umstrittene Reform mit dem Hinweis auf die verbilligten Tarife bei Ferngespraechen. Sommer sprach ferner die geplanten und vom Regulierungsrat zunaechst bis zum 11. Maerz auf Eis gelegten Rabatte fuer Grosskunden an. "Wir brauchen diese Rabatte, um im Wettbewerb ueberhaupt noch konkurrenzfaehig zu sein", machte der Telekom-Chef Werbung fuer die Preisnachlaesse, mit denen seine Vertriebsleute bereits hausieren gegangen sind. Bis zur Entscheidung des Regulierungsrates sind die vorbereiteten Vertraege allerdings Makulatur, bei einem positiven Entscheid der Politiker sollen die Nachlaesse rueckwirkend gelten.

Weitaus Erfreulicheres konnte der Bonner Carrier bei seinem "T-Online"-Dienst vermelden. Seit Januar nutzen mehr als eine Million Abonnenten den Nachfolger von Btx der allerdings auch durch seine "erotischen Inhalte" ins Gerede gekommen ist. Fuer sehr viel extremere inhaltliche Auswuechse wird derzeit allerdings das Internet missbraucht. Um gegen Anbieter von pornografischen und neonazistischen Inhalten vorgehen zu koennen, will beispielsweise Zukunftsminister Juergen Ruettgers auf dem kommenden G7-Gipfel entsprechende internationale Vereinbarungen anregen.

Der Vorschlag des Ministers stiess jedoch weitgehend auf Ablehnung. Als nicht durchfuehrbar stufte etwa Nicholas Negroponte, Chef der Media Labs beim Massachusetts Institute of Technology (MIT), den Ruettgers-Plan ein, da das Internet seinen Worten nach "nicht kontrollierbar" sei. Trotz dieser Probleme wird das Internet seiner Meinung nach die zentrale Infrastruktur der kuenftigen Informationsgesellschaft bilden: "Das Internet ist der kommende Information-Highway."