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10.10.2006

Telekom hofft auf den US-Markt

T-Mobile USA soll den Bonner TK-Konzern auf Wachstumskurs bringen.

Nach dem Debakel im ersten Halbjahr hat die Telekom wieder Positives zu berichten: Die amerikanische Mobilfunktochter T-Mobile USA ersteigerte für rund 3,3 Milliarden Euro landesweit insgesamt 120 regionale Lizenzen. Obwohl der kleinste landesweite Mobilfunkbetreiber in den USA damit die höchste Summe aller Bieter auf den Tisch legte, handelte es sich laut Telekom um ein Schnäppchen: Demnach lagen die Kosten um fast 40 Prozent unter denen vergleichbarer Auktionen in den USA. Die Frequenzabdeckung in den interessantesten US-Lokationen habe sich mehr als verdoppelt.

Um das anvisierte Kundenwachstum und die Ausweitung von Sprach- und Datendiensten in den USA realisieren zu können, muss der TK-Riese aber bis 2009 rund 2,1 Milliarden Euro in den technischen Aufbau der 3G-Netze investieren. Finanzchef Karl-Gerhard Eick wies jedoch darauf hin, dass die Gesamtkosten mit insgesamt 5,1 Milliarden Euro im unteren Bereich der Analystenerwartungen lägen. Die Umsatz- und Ergebnisplanung der Telekom für 2006 und 2007 veränderten sich dadurch nicht. In den darauf folgenden Jahren werde der Konzern hingegen vom starken Wachstum im amerikanischen Mobilfunkmarkt profitieren können.

"Wir wollen unseren Umsatzmarktanteil in den USA maximieren und T-Mobile USA zur größten Einzelgesellschaft des Konzerns ausbauen", erklärte Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke während einer Pressekonferenz in New York. Im ersten Halbjahr 2006 steuerte die US-Tochter mit 6,7 Milliarden Euro bereits rund 22 Prozent zum Konzernumsatz bei und erzielte 19 Prozent des um Sondereffekte bereinigten Betriebsgewinns (Ebitda).

Die Geschäfte im Heimatmarkt sollen aber auch anderweitig an dem Erfolg in den USA teilhaben. So plant die Telekom, die amerikanischer Servicekultur nach Deutschland zu holen. Dabei soll der Anteil der Kundenanfragen, die bereits beim ersten Kontakt erledigt werden, bis 2008 auf 80 Prozent gesteigert werden. (mb)