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26.09.1997 - 

T-Aktie gibt trotz Gewinnsteigerung nach

Telekom klagt gegen die Interconnection-Tarife

Mehr als verzwölffachen konnte die Telekom heuer ihren Gewinn im Vergleich zum ersten Halbjahr 1996. Damit verbuchte der Bonner Carrier einen Reingewinn von 1,65 Milliarden Mark, was einem Überschuß von 3,76 Milliarden Mark vor Steuern entspricht. Dabei stieg der Umsatz um 7,3 Prozent auf 32,9 Milliarden Mark. Gleichzeitig verringerte der Konzern seine Schulden um 3,5 Milliarden auf 96,4 Milliarden Mark. Die Zahl der Mitarbeiter wurde um 12000 auf 199000 Beschäftigte gesenkt.

Überschattet wurde die Bilanzpressekonferenz von den durch Postminister Bötsch angeordneten Interconnection-Tarifen. Eine Entscheidung, die Telekom-Chef Ron Sommer als wettbewerbsverzerrend bezeichnete, da sie eindeutig zu Lasten der Telekom gehe. Allerdings, so Sommer weiter, werde das Unternehmen nicht, wie von Bötsch vorgeschlagen, die dadurch verursachten Einbußen zu Lasten der Kunden wieder ausgleichen. Dieser habe, so die Darstellung der Telekom, dem Carrier nahegelegt, die Anschlußgebühren anzuheben, um so trotz niedriger Interconnection-Tarife eine Kostendeckung zu erzielen.

Eine Anhebung der monatlichen Grundgebühren ist damit zwar momentan vom Tisch, doch Bötschs Beschluß wirke sich auf die mittelfristigen Pläne der Telekom aus, orakelte Sommer. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der angeordneten Tarife werde der Carrier gegen die Entscheidung des Bundespostministeriums klagen.

Eher enttäuscht zeigte sich die Börse von der Telekom-Bilanz. Nach Bekanntgabe der Zahlen fiel der Kurs der T-Aktie auf 32,90 Mark und lag damit unter ihrem Wert von 33,90 Mark am Ausgabetag vor knapp einem Jahr.