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18.11.1994

Telekom kooperiert mit Gates-Company Microsoft zimmert an dem Multimedia-Haus der Zukunft

18.11.1994

MUENCHEN (CW) - Branchenprimus Bill Gates ist offenbar gut geruestet fuer die multimediale Zukunft. Die Liste der Partner, die sich in Sachen Video on demand auf die Software aus dem Hause Microsoft verlassen, wird zumindest immer laenger. So hat mittlerweile auch die Telekom mit der Gates-Company ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das den Bonnern die Teilnahme an der Software- Entwicklung und entsprechenden Pilotversuchen sichert.

Mit der Telekom hat Microsoft einen weiteren gewichtigen Partner in Sachen interaktive Videodienste gewonnen. So liest sich die Liste der Mitstreiter wie ein Who is Who der Computer- und Medienlandschaft. Im Bereich der Hardware haben die Softwerker die Unterstuetzung von Intel, Compaq, HP, General Instruments (GI) und NEC. Waehrend NEC und HP erst in die Entwicklung der sogenannten Set-top-Boxes zur Steuerung des interaktiven Fernsehens einsteigen wollen, hat GI bereits einen ersten Prototypen vorgestellt. Insider munkeln, dass GI zur Steuerung des Geraetes aehnliche APIs verwendet, wie sie die Gates-Company in "Microsoft at Work" integriert hat.

Im Netzbereich hatte der Softwaregigant bereits vor der Partnerschaft mit der Telekom eine Reihe von Buendnissen mit Carriern und Kabelnetzbetreibern geschlossen: TCI, Southwestern Bell, Time Warner, US West Communications, Tele-Communications, Rogers Cable Systems, Telstra Corp., SBC Communications sowie die Nippon Telegraph & Telephone wollen die Software aus dem Hause Gates in ihren Netzen testen.

Zur Abrundung des Ganzen ist man in Redmond mit zahlreichen Systemintegratoren wie Alcatel, Andersen Consulting, Lockheed Missiles & Space, NTT Data Communications oder Olivetti Buendnisse eingegangen. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen diese Unternehmen die Systeme installieren und den Support leisten, wie das beispielsweise Lockheed im Rahmen des Richardson-Projektes macht. In der texanischen Stadt sollen versuchsweise 47 000 Haushalte vernetzt werden und dann Dienste wie Video on demand, Tele- Shopping, Lernprogramme oder interaktive Spiele zur Auswahl stehen.

Einen weiteren Pilotversuch will Microsoft im naechsten Jahr gemeinsam mit Tele-Communications, dem groessten amerikanischen TV- Kabelnetzbetreiber, in Seattle starten. Bei all diesen Projekten haben Partner wie die Telekom einen Beobachterstatus, so dass sie fruehzeitig an gewonnenen Erkenntnissen partizipieren und die Software in eigenen Netzen testen koennen. Derzeit planen die Bonner die Erprobung der interaktiven Videodienste in mehreren deutschen Staedten.