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Druck gegen Monopolstellung wächst


01.11.1991 - 

Telekom muß sich zunehmender Kritik von der Industrie erwehren

BONN (vwd) - Als zu teuer und zu langsam bezeichneten Wissenschaftler, Vertreter der Industrie und Anbieter von Informationsdienstleistungen anläßlich einer Tagung zum Thema "Anforderungen an die Telekommunikation in Deutschland" das Angebot der Telekom. Als besonderen Hemmschuh machten die Teilnehmer unisono die nach wie vor existierende Monopolstellung des Postunternehmens geltend.

Prof. Dr. Dieter Haupt, Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung des Deutschen Forschungsnetzes (DFN), Berlin, warnte nachdrücklich vor Schäden für die deutsche Wissenschaft im Bereich der Kommunikationsforschung.

Auf der gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft der Großforschungseinrichtungen, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem DFN-Verein organisierten Veranstaltung stellte auch Klaus Schulz, Leiter des Bereichs Kommunikationssysteme der Volkswagen AG, klar, daß es aufgrund der hohen Kosten in diesem Bereich durchaus denkbar sei, zukünftig den Kommunikations-Knoten eines großen Unternehmens außerhalb der Bundesrepublik zu installieren. Als wesentliche Bremsmechanismen bezeichnete Schulz die Regulierung des TK-Marktes im Netz- und Fernsprechbereich.

Schulz forderte die Telekom auf, durch eine zumindest teilweise Deregulierung dieser Marktsegmente einen wesentlichen Impuls für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu geben. Friedrich K. Rauch, Vorstandsmitglied der Colonia Versicherung AG, Köln, ging noch einen Schritt weiter und verlangte eine völlige Deregulierung im Sprach-Bereich. Der Colonia Verantwortliche sieht hierin eine erste Voraussetzung dafür, daß sich in der Bundesrepublik im TK-Sektor ein Markt entwikkeln könne, der de facto heute noch gar nicht vorhanden sei.