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18.02.2009

Telekom-Personalvorstand für Mitarbeiteraktienprogramm

Von Archibald Preuschat

Von Archibald Preuschat

DOW JONES NEWSWIRES

BONN (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom AG trägt sich mit dem Gedanken eines Mitarbeiteraktienprogramms. "Es würde mich freuen, wenn wir ein aktienbasiertes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm machen könnten", sagte Personalvorstand Thomas Sattelberger am Dienstag vor Journalisten in Bonn.

Ein solche Programm wäre aber nur griffig, wenn es für die gesamte Belegschaft in Deutschland aufgelegt werden würde, sagte das Vorstandsmitglied des Bonner DAX-Konzerns. In den Ländergesellschaften müsse über vergleichbare, länderspezifische Lösungen nachgedacht werden. Die Deutsche Telekom beschäftigt hierzulande etwa 132.000 Mitarbeiter.

Angaben über die Höhe eines solchen Programms machte Sattelberger nicht, sagte aber, dass der Betrag für Mitarbeiter schon spürbar sein müsse. Derzeit kostet ein Anteilsschein der Telekom knapp 10 EUR.

Bereits in der derzeit laufenden Tarifrunde für die rund 50.000 Tarifangestellten der Telekom und ihrer Dienstleistungsgesellschaften hatte Sattelberger eine Erfolgsbeteiligung in Aussicht gestellt.

Erwirtschaftet der Konzern ein über der Planung liegendes operatives Ergebnis, könne dieser Überschuss zu einem Drittel an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden, sagte Sattelberger, wollte dies aber ausdrücklich als "Beispielrechnung" verstanden wissen.

In den laufenden Verhandlungen stehen laut Sattelberger die Grundlagen der Einigung aus dem Jahr 2007 nicht zur Disposition. "Wir können nicht akzeptieren, dass ein Teil dieser Einigung, nämlich die Vergütungsabsenkung, herausgenommen wird, wir erwarten die Verlässlichkeit des Tarifpartners," sagte Sattelberger.

Für einen eventuellen Arbeitskampf sieht sich der Konzern laut Sattelberger gerüstet. "Wir werden alles tun, um einen Streik zu vermeiden, aber wir bereiten uns seit vier Monaten auf die Tarifverhandlungen und auch wehrhaft auf einen möglichen Streik vor, sagte der Personalvorstand, der auch Verhandlungsführer des Konzerns ist.

Sattelberger unterstrich zudem, dass es bei der Telekom personell nicht nur um Abbau, sondern auch um Umbau und Aufbau gehe. Der Konzern werde im laufenden Jahr 3.500 Neueinstellungen tätigen, "es könnten aber auch etwas mehr sein." In jedem Fall seien das mehr Neueinstellungen als in der Vergangenheit.

Zudem werde der Konzern 3.600 Menschen ausbilden. Der Schwerpunkt der Ausbildungsgänge habe sich etwas in Richtung Technologie und IT verlagert, sagte Sattelberger. Als Grund nannte er den bevorstehenden Breitbandausbau.

Der Telekom-Personalvorstand lehnte es ab, Neueinstellungen und Abgänge gegeneinander aufzurechnen. "Der sozialverträgliche Personalabbau wird im Umfang der vergangenen Jahre fortgesetzt," sagte Sattelberger lediglich.

Als "Erfolgsmodell" bezeichnete Sattelberger die Vermittlung von Beamten und Angestellten in den öffentlichen Dienst. Im vergangenen Jahr wurden etwa 3.000 Mitarbeiter, größtenteils Beamte, vermittelt. Ein ähnliches Ergebnis strebe man auch für dieses Jahr an, so Sattelberger.

Webseite: http://www.telekom.de -Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 69 297 25 505, archibald.preuschat@dowjones.com DJG/DJN/apr/brb

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