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10.05.2007

Telekom rechnet mit Beeinträchtigungen durch Streik

BONN (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom AG rechnet mit Beeinträchtigungen der Kunden durch den zu erwartenden Streik, will sie aber so gering wie möglich halten. Ganz verhindern könne man Auswirkungen nicht, sagte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick am Donnerstag in Bonn. Die Telekom werde "flexibel" auf den Arbeitskampf reagieren, zu dem die Gewerkschaft ver.di aller Voraussicht nach aufrufen werde. Einzelheiten seiner Strategie wollte der Vorstand auch aus taktischen Gründen nicht verraten.

BONN (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom AG rechnet mit Beeinträchtigungen der Kunden durch den zu erwartenden Streik, will sie aber so gering wie möglich halten. Ganz verhindern könne man Auswirkungen nicht, sagte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick am Donnerstag in Bonn. Die Telekom werde "flexibel" auf den Arbeitskampf reagieren, zu dem die Gewerkschaft ver.di aller Voraussicht nach aufrufen werde. Einzelheiten seiner Strategie wollte der Vorstand auch aus taktischen Gründen nicht verraten.

Die Telekom wolle diesen Streik nicht und habe alles getan, um ihn zu verhindern, betonte Eick. Er erinnerte daran, dass der Konzern zwei Mal ein Angebot vorgelegt habe, das zum Schluss erheblich nachgebessert worden sei. "Aber wenn ein Streik sein muss, dann muss er eben auch mal sein", fügte der Manager hinzu, der die Verhandlungen mit ver.di geleitet hatte. Zu Drohungen der Gewerkschaft, das Geschäft mit Großkunden lahmzulegen, sagte Eick, dieser Bereich gehöre zu der Konzerntochter T-Systems, und diese sei von den Personalmaßnahmen, gegen die sich der Protest von ver.di richte, gar nicht betroffen.

Die Telekom gab zu verstehen, dass sie auch auf Leiharbeiter oder andere Anbieter zurückgreifen will, um Arbeitsniederlegungen ihrer Beschäftigten zu überbrücken. Der Vorstandsvorsitzende Rene Obermann sagte, man wolle die Streikfolgen durch verschiedene Möglichkeiten "intern wie extern" abfedern. Falls der Konflikt weiter eskaliert, komme auch ein Verkauf der Serviceeinheiten in Frage, die innerhalb des Konzerns ausgegliedert werden sollen. Betroffen sind rund 50.000 Mitarbeiter der Festnetzsparte, die weniger verdienen und länger arbeiten sollen. Man sei aber zunächst weiter daran interessiert, die Leute im Unternehmen zu halten, betonte Obermann.

Zu den wirtschaftlichen Folgen des Streiks wollte sich das Management nicht näher äußern. Man habe jedoch keinen Anlass, deswegen Abstriche an der Ergebnisprognose für dieses Jahr zu machen, sagte Eick. Die Auswirkungen der bisherigen Warnstreiks hätten kompensiert werden können. Diese vorübergehenden Arbeitsniederlegungen seien in Teilen nicht rechtmäßig, unterstrich der Finanzvorstand. Man habe deshalb bei Gericht vorsorglich eine Feststellungsklage erhoben. Eick fügte hinzu, dass nach seinem Rechtsverständnis die Beamten der Telekom nicht zur Teilnahme an einem Arbeitskampf berechtigt sind.

Ver.di hatte erklärt, man wolle die Beamten zu Solidaritätsaktionen aufrufen, falls sich die Arbeitnehmer für den Streik entschieden. Rund die Hälfte der von der Ausgliederung betroffenen Mitarbeiter sind im Beamtenverhältnis. Die Gewerkschaft wollte am Donnerstagmittag in Bonn das Ergebnis der dreitägigen Urabstimmung bekanntgeben.

Webseiten: http://www.telekom3.de

http://www.verdi.de

-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,

TMT.de@dowjones.com

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