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03.08.2001 - 

Börsengang von T-Mobil auf 2002 verschoben

Telekom schreibt rote Zahlen

MÜNCHEN (CW) - Die Deutsche Telekom hat ihre vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr 2001 bekannt gegeben. Danach steigerte der Konzern seinen Umsatz zwar um 17 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro. Dennoch schreiben die Finanz-Manager mit einem Verlust von 400 Millionen Euro rote Zahlen. Die endgültigen Zahlen sollen am 28. August veröffentlicht werden.

Negativ wirkten sich vor allem Belastungen durch Abschreibungen in Höhe von einer Milliarde Euro sowie Kosten von 900 Millionen Euro für den neuen Mobilfunkstandard UMTS aus. Die Konsolidierung von Voicestream und Powertel belastete die Bilanz mit einem Betrag von 300 Millionen Euro. Durch den Verkauf der Sprint-Anteile, die eine Milliarde Euro einbrachten, konnten die Verantwortlichen diese negativen Effekte etwas abfedern.

Nach einer Rechnung der Finanz-Manager, die Sondereffekte ausklammert, verbuchte der deutsche Telko-Riese einen Überschuss von 600 Millionen Euro, was eine Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreshalbjahr bedeutet. Mit eingerechnet wurden im Juni die Zahlen von Voicestream und Powertel, die zusammen 400 Millionen Euro zum Konzernumsatz beisteuerten.

Vor allem im Mobilfunkbereich habe sich nach Angaben der Telekom die Ertragslage verbessert. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen wuchs von 600 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2000 auf 1,4 Milliarden Euro in der ersten Jahreshälfte 2001.

Gewachsen ist allerdings auch der Schuldenberg der Telekom. Zum Stichtag am 30. Juni dieses Jahres lasteten auf dem Konzern Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von 68,8 Milliarden Euro. Das sind 21,1 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Vor allem die Voicestream-Übernahme belastete das Schuldenkonto. Langfristig wolle man jedoch die Verbindlichkeiten deutlich reduzieren, hieß es in der Telekom-Zentrale.

Auf Einnahmen aus dem Börsengang von T-Mobil will die Telekom jedoch vorerst verzichten. Der ursprünglich für Herbst 2000 geplante IPO war wegen der Übernahme von Voicestream auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Experten rechnen frühestens im nächsten Jahr mit einem neuen Anlauf. Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen äußern die Analysten Verständnis für diese Entscheidung. Momentan seien keine guten Preise für Telekommunikationswerte zu erzielen. Wenn man das Geld nicht unbedingt benötige, gebe es mehr Sinn, den Gang an die Börse zu verschieben. Nach Einschätzung der Analysten ist T-Mobil zwischen 70 und 80 Milliarden Euro wert.