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Kooperation mit Microsoft

Telekom stärkt Stellenwert des MSN im Online-Markt

21.03.1997

Die sich schon im Vorfeld des hannoverschen IT-Spektakels andeutende Online-Partnerschaft zwischen der Deutschen Telekom und Microsoft wurde auf der CeBIT konkretisiert. T-Online-Surfer werden mit dem nächsten Software-Update auf die Inhalte im MSN zugreifen können.

In Windows 95 wird T-Online künftig eine Werbefläche in Form eines Icons installieren. Per Klick können sich Interessenten aus dem Betriebssystem heraus registrieren lassen. Über diesen Weg akquirierte Kunden erhalten standardmäßig den "Internet Explorer". Alle anderen T-Online-Nutzer dürfen im Internet auch mit Netscapes "Navigator" surfen.

Der Deal stärkt das bisher auf dem Online-Markt leichtgewichtige MSN, weil die Telekom die Reichweite des Gates-Kanals vergrößert. Einen weiteren dicken Fisch konnte Microsoft mit dem Verkauf des eigenen Internet-Portfolios über die Telekom an Land ziehen. Der deutsche Carrier plant, Firmenkunden komplette Serviceumgebungen anzubieten, die auf Microsofts Portfolio basieren.

Die Software-Company hat somit einen wichtigen Vertriebspartner für die Internet- und Online-Produkte gewinnen können. Wo dagegen die Vorteile für die Telekom und insbesondere den T-Online-Dienst liegen, ist unklar. "Microsoft ist vor allem für seine Softwareprodukte und seine Inhalte bekannt", argumentierte Herbert May, Vorstand Geschäftskunden bei der Telekom. Das sehen die Online-Interessenten allerdings anders. In Deutschland hat das MSN gerade wegen seiner mangelnden Vielfalt an landessprachlichen Angeboten Probleme, Kunden zu finden.

Eine Kooperation mit ähnlicher Ausrichtung hat die Telekom bereits Ende 1995 mit AOL, Bertelsmann und Springer angekündigt. Damit T-Online-Kunden Zugriff auf das AOL-Entertainment-Programm bekommen, wurden Überkreuzbeteiligungen zwischen den Dienstebetreibern diskutiert. "Ich kann mich nicht entsinnen, so etwas angekündigt zu haben", dementierte May auf der CeBIT derartige Pläne. Gesellschaftliche Verflechtungen werde es nicht mehr geben, dennoch hofft der Manager auf eine Kooperation mit dem einstigen Verhandlungspartner, so daß T-Online-Kunden künftig auch AOLs Inhalte im Entertainment-Bereich nutzen dürfen.