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19.03.2004 - 

Kooperation mit T-Systems für Mittelstandslösungen

Telekom startet DSL-Offensive

HANNOVER (pg) - Die Telekom-Tochter T-Com will mit einer T-DSL-Breitbandinitiative ihre Umsätze steigern. Das Unternehmen kündigte dazu kurz vor der CeBIT ein dreistufiges DSL-Angebot an. Außerdem sollen Resale-Partnerschaften mit Wettbewerbern, Hotspots, ein befristeter Verzicht auf die monatliche Grundgebühr sowie spezielle Angebote für mittelständische Geschäftskunden zu dem Ziel beitragen.

"Wir werden nicht auf jeden Wahnsinnspreis am Markt reagieren, sondern beobachten, wie der Trend ist", sagte Josef Brauner, Vorstandsvorsitzender T-Com bei der Deutschen Telekom im Vorfeld der CeBIT in Hannover. Brauner sprach damit auf den verschärften Wettbewerb durch Call-by-call und Preselection im Ortsnetz an. Trotzdem hatte der Telekom-Vorstand einige neue Angebote im Gepäck. Er kündigte zum Beispiel für das dritte Quartal einen Tarif an, bei dem deutschlandweit jedes Gespräch bis zu einer Stunde zehn Cent kostet. Allerdings konnte Brauner die für diesen Tarif gültige Monatsgebühr noch nicht nennen.

Etwas konkreter wurde der Telekom-Vorstand bei dem Breitbanddienst T-DSL. Ab 1. April können die Kunden nicht mehr nur unter zwei, sondern unter drei Bandbreiten wählen. Zur Auswahl stehen dann Ein-, Zwei- und Drei-Megabit-Verbindungen. Der Preis orientiert sich dann nicht mehr an der gewählten Anschlussart, sondern ausschließlich an der Geschwindigkeit, egal, ob der Kunde T-DSL am T-Net oder am ISDN-Anschluss nutzt. Laut Brauner ergeben sich dadurch Einsparungen von bis zu 33 Prozent.

Mit dem dreistufigen T-DSL-Geschwindigkeitsangebot will die T-Com ihre Position als europäischer Spitzenreiter bei Breitbandzugängen ausbauen. Das Unternehmen hat innerhalb von 43 Monaten 4,2 Millionen DSL-Anschlüsse verkauft und will Ende des Jahres deutlich über fünf Millionen Teilnehmer verbuchen. Damit dieses Ziel erreicht wird, verhandelt T-Com derzeit mit Wettbewerbern über Resale-Kooperationen. Außerdem beabsichtigt die Festnetzsparte der Telekom, zeitlich begrenzt auf die monatliche Grundgebühr zu verzichten, um Kunden den Wechsel auf T-DSL schmackhaft zu machen.

T-Com wird Brauner zufolge in den nächsten Monaten außerdem 10 000 Hotspots einrichten. Für 2000 dieser Standorte seien bereits Verträge abgeschlossen. In diesem Zusammenhang teilte der T-Com-Vorstand auch mit, dass T-DSL-Nutzer bis 30. September per Flatrate in den Hotspots surfen können. Für 9,99 Euro pro Monat dürfen sie die WLAN-Zugangsknoten ohne Zeitlimit nutzen. Ab Oktober sind in der monatlichen Hotspot-Gebühr von 9,99 Euro dann nur noch drei Freistunden enthalten.

Für Januar 2005 plant die Company dann einen "mobilen Festnetzanschluss". Bucht sich ein T-DSL-Kunde dann in einen Hotspot mit einem WLAN-fähigen Endgerät wie Telefon oder PDA ein, werden ankommende Festnetzanrufe automatisch in die Funkzelle umgeleitet. Telefoniert er selbst im Hotspot, dann erfolgt die Abrechnung der Gespräche über seine eigene Telefonrechnung. Technisch, so vermuten Branchenkenner, dürfte die T-Com dies über eine Koppelung von klassischer Telefonie mit "Voice over IP over WLAN" realisieren.

Für mittelständische Geschäftskunden bietet die Telekom ab April den Service "T-DSL Business" an. Dabei handelt es sich um eine Internet-Komplettlösung, die neben symmetrischen DSL-Verbindungen ins Internet auch Hosting-Leistungen umfasst. Kunden, die eine höhere Bandbreite (als bei DSL lieferbar) benötigen, können über das Angebot "Company Connect" via Festverbindungen direkt an das Internet angeschlossen werden.

Außerdem vermarktet der Geschäftsbereich ab sofort komplette IT/TK-Arbeitsplätze für rund 1,10 Euro pro Tag. Dieses modular aufgebaute Angebot reicht dabei vom PC mit Software, Netzwerk und Internet-Zugang bis hin zu Sicherheits- und Serviceleistungen.