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20.03.1992 - 

PTTs planen Joint-venture Eunetcom

Telekom und France Telecom nehmen Syncordia ins Visier

HANNOVER (gh) - Obwohl derzeit die Verhandlungen mit British Telecom (BT) über die Beteiligung an der Outsourcing-Company Syncordia ins Stocken geraten sind, bereitet die Telekom offensichtlich den Boden für ein entsprechendes Engagement. Mit ihrem Vorzugspartner France Telecom wollen die Bonner das Joint-venture Eunetcom gründen, das - wenn es zum Deal mit den Briten kommt die Interessen beider PTTs bei Syncordia wahrnehmen soll.

Wie Telekom-Vorstandsmitglied Carl-Friedrich Meißner auf der CeBIT bekanntgab, hat sich das Bonner Postunternehmen mit France Telecom in einem Memorandum darauf verständigt, voraussichtlich unter dem Namen Eunetcom ein gemeinsame Betreibergesellschaft zu etablieren. Eunetcom wird beiden Carriern zu gleichen Teilen gehören und soll innerhalb der nächsten drei Monate offiziell gegründet werden.

Tätigkeitsschwerpunkt der neuen Company ist der Betrieb

großer internationaler Kundennetze sowie die Vermarktung entsprechender Services im europäischen und globalen Netz-Business. Eunetcom ist dabei laut Meißner "am oberen Ende der Wertschöpfungsskala" angesiedelt, wird also in erster Linie horizontale Mehrwertdienste bis hin zum kompletten Outsourcing von Netz-Management anbieten und dabei, wie Meißner es ausdrückte, "die Vorstellungen beider PTTs integrieren".

Spekulationen, daß beide Partner eine Beteiligung an Syncordia bereits abgeschrieben hätten, trat Meißner vehement entgegen. Auch einen Interessenkonflikt mit dem Infonet-Konsortium, an dem sich sowohl die Franzosen als auch die Deutschen mit jeweils 16 Prozent beteiligt haben, wollte der Telekom-Verantwortliche nicht sehen. Kommt es zu einer Einigung mit BT, dann wird, so Meißner, "Eunetcom die Interessen von France Telecom und der Telekom bei Syncordia wahrnehmen".