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14.12.1990 - 

Telefon-Chip auch für Serviceleistungen des Handels:

Telekom will dem Kartentelefon jetzt eine breitere Basis geben

NÜRNBERG (CW/vwd) - Jedes zweite öffentliche Telefon wird bis 1996 nicht mehr, mit Kleingeld, sondern nur noch mit einer Chip-Karte zu bedienen sein. Dies erklärte die Bundespost-Tochter Telekom anläßlich der "ISTCAT '90", eines Symposiums über Technik und Anwendungsmöglichkeiten von Telefonkarten.

Bisher wurden nach Angaben der Telekom rund acht Millionen Telefonkarten ausgegeben, für 1991 rechnet das Unternehmen mit einem Bedarf von etwa 12 Millionen Karten. Derzeit werden jährlich 10 000 Münztelefone durch Kartentelefone ersetzt; bis 1996 sieht die Post-Planung den Austausch von insgesamt 70 000 Geräten, der Hälfte aller öffentlichen Telefoneinrichtungen, vor.

Das besondere Augenmerk der Telekom gilt derzeit den fünf neuen Bundesländern, wo bereits heuer mit der Installation von 600 Kartentelefonen in Ballungsräumen begonnen wurde. Weitere 4400 Karten- sowie 5500 Münztelefone werden im nächsten Jahr aufgestellt. Bis 1997 soll es in Ostdeutschland annähernd 38 000 Kartentelefone geben.

Akzeptanzprobleme für den Telefon-Chip sieht die Bundespost nicht, da der Verbraucher nach ihrer Ansicht die Attraktivität des Kartensystems infolge erweiterter Anwendungsmöglichkeiten honorieren werde. Durch eine 1988 von der Telekom herausgegebene Multifunktionskarte kann der Kunde sowohl das Funktelefon im C-Netz als auch das öffentliche Kartentelefon in Anspruch nehmen. Geplant sind zusätzliche Servicekapazitäten in Kooperation mit Handels- und Industrieunternehmen, um beispielsweise auch in Supermärkten, Banken und Tankstellen mit der Karte bezahlen zu können. Mit dem Vertrieb dieser Karte über externe Partner wie der Lufthansa erwartet die Telekom eine weite Verbreitung der Karte und dadurch niedrige Kosten für die Kartenbesitzer.

In der Bundesrepublik gibt es bisher Guthabenkarten für zwölf oder für 50 Mark. Forcieren will die Telekom deren Umwandlung in eine Art "Dauerkarte", bei der die Abrechnung der Gespräche über die Fernmelderechnung erfolgt. Für sie bezahlt der Verbraucher dann eine einmalige Gebühr von 65 Mark sowie eine Monatsgebühr von drei Mark.