Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

10.11.2000 - 

Finanzverbindlichkeiten stark gestiegen

Telekom-Zahlen sind eher ernüchternd

MÜNCHEN (CW/vwd) - Die Deutsche Telekom AG, Bonn, hat für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres Zahlen präsentiert, die am Finanzmarkt mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurden. Nur wegen einer Reihe von Sondereinflüssen konnte ein Umsatzanstieg auf 29,3 Milliarden Euro verzeichnet werden. Gleichzeitig stieg die Verschuldung kräftig auf 62,1 Milliarden Euro.

Der Konzernüberschuss überstieg mit 8,4 Milliarden Euro den Vorjahreswert um das Sechsfache. Ursache hierfür waren jedoch Sondereinflüsse wie die steuerfreien Beteiligungsverkäufe an den TK-Konsortien Global One und Wind, die Trennung von den Kabelgesellschaften in Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie Erlöse aus dem Börsengang von T-Online. Diese positiven außerordentlichen Einflüsse beziffert die Telekom auf insgesamt 10,86 Milliarden Euro vor Steuern.

Dagegen standen ergebnismindernde Effekte aus Sonderabschreibungen, Verluste aus Anlagenabgängen sowie zusätzliche Zuführungen zu Rückstellungen von 1,8 Milliarden Euro sowie aus Goodwill-Abschreibungen durch Neukonsolidierungen von 1,4 Milliarden Euro. Das um außerordentliche und Konsolidierungseffekte bereinigte Nettoergebnis beträgt deshalb nach Berechnungen von Jörg Natrop von der WGZ-Bank lediglich 700 Millionen Euro.

Die Telekom bezifferte ihre Finanzverbindlichkeiten ferner auf 62,1 Milliarden Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es "nur" 38,5 Milliarden Euro gewesen. Allein im dritten Quartal erhöhten sich die Schulden um 12,2 Milliarden Euro. Grund: Insbesondere die UMTS-Lizenz sowie der Einstieg bei Voicestream belasten den Geldbeutel des deutschen TK-Unternehmens. Die beiden Engagements führten zu Mittelabflüssen in Höhe von 8,5 Milliarden (UMTS-Lizenz) beziehungsweise 5,6 Milliarden Euro.