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27.10.1989 - 

Northern Telecom liefert vorerst fünf Knoten für Wissenschaftsnetz

Telekom zeigt bei DFN-Netz erste Ansätze des Marketings

BERLIN (CW) - Die Deutsche Bundespost Telekom fördert die Wissenschaft. Sie schloß mit dem Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes (DFN) einen 10-Jahres-Vertrag zu speziellen Konditionen, der die Errichtung und den Betrieb eines eigenen Datex-P-Wissenschaftsnetzes vorsieht.

Das "Wissenschaftsnetz" entspricht technisch und betrieblich weitgehend den Anforderungen des allgemeinen Datex-P-Netzes. Es wird dem DFN-Verein von der Telekom zu einer festen jährlichen Pauschale bereitgestellt. Der DFN-Verein seinerseits rechnet die Gebühren mit den Nutzen nicht nach hergestellten Verbindungen ab, sondern erhebt monatliche Festpreise. Der 9600-Bit-Anschluß kostet 1500 Mark, der 64-Kilobit-Anschluß 5000 Mark. Mit Hilfe der Fixkosten sollen die Hochschulen und Institutionen ïhr

Haushaltsbudget gezielter planen können.

Zur Teilnahme am Wissenschaftsnetz sind alle HochschuIen sowie öffentliche Institutionen berechtigt, die der Wissenschaft und Forschung dienen. Darüber hinaus können Bibliotheken und Fachhochschulen von dem DFN-Netz Gebrauch machen. Bekannteste Nutzer sind die Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung, das Kemforschungszentrum Karlsruhe sowie zahlreiche MaxPlanck-Institute und Universitäten in der Bundesrepublik. Teilnahmeberechtigt sind laut DFN-Verein auch Unternehmen. Voraussetzung: Sie müssen wissenschaftliche Arbeit leisten und dürfen das Netz nur für diese Zwecke nützen.

Die Basis für das Wissenschaftsnetz soll laut Vertrag bis zum April 1990 realisiert werden. Den Auftrag zur Lieferung der digitalen Netzknoten für den Aufbau des Netzes hatte Northern Telecom der Siemens AG in der Ausschreibung weggeschnappt. Northern Telecom wird zunächst, so das Unternehmen, fünf Netzknoten in den Städten Düsseldorf, Mannheim, Berlin, Augsburg und München installieren, um die Basis für das Netz zu schaffen. Nach Auskunft eines Unternehmenssprechers sind im Zuge eines Ausbaus des Wissenschaftsnetzes Folgeaufträge für weitere Netzknoten denkbar .

Die Umstellung des Netzes und der Netzknoten von der derzeitigen maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von 64 Kilobit pro Sekunde auf 2 Megabit pro Sekunde stelle, so der Sprecher, keine Schwierigkeit dar.

Das Interesse an einem schnelleren Datentransfer sei bei den Kunden vorhanden, um die Antwortzeiten auf dem Bildschirm zu verbessern. Der Sprecher weiter: "Das Wissenschaftsnetz ist ein Sonderdienst der Telekom, maßgeschneidert für den DFN-Verein. Ich könnte mir gut vorstellen, daß die Telekom in Zukunft solche speziellen Lösungen marktbezogen anbieten wird " Reine "Good-will-Aktion" der Telekom scheint der

Sondervertrag nicht zu sein. Sie hat auch angedeutet, neue Marketing-Wege zu beschreiten .