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Norweger haben in Detailfragen noch Klärungsbedarf

Telenor zögert den Einstieg bei Viag Interkom hinaus

04.04.1997

Bisher gibt es zu den Telecom-Plänen der drei potentiellen Partner erst ein Memorandum of Understanding. Es existierten aber keine größeren Probleme, erklärte Telenor-Sprecher Fredrik Grindland gegenüber dem Wirtschafts-Informationsdienst "vwd". Vielmehr bestehe einfach noch Bedarf, einige Details zu klären. Bedenken einiger Brancheninsider, die geplante Allianz könnte - ähnlich wie das vor kurzem geplatzte Bündnis von Veba und Cable & Wireless - vorzeitig in die Brüche gehen, wies Grindland zurück.

Der E2-Lizenznehmer Viag Interkom, an dem die Viag AG 52,5 Prozent und BT 37,5 Prozent der Anteile halten, will bekanntlich ab 1998 Mobilfunk- und Festnetztelefonie als integriertes Dienstleistungspaket anbieten. Weitere zehn Prozent sind für die Norweger, der Rest für weitere Gesellschafter reserviert. Der Wettbewerb im deutschen Mobilfunkmarkt werde hart werden, aber man habe sich darauf eingestellt, betonte Grindland. Die kurzfristige Auswahl von Telenor als drittem Partner erfordere aber die Klärung einer Reihe von Einzelfragen. Unter anderem müsse noch die "Roll-out-Strategie" diskutiert werden.

Die Verlustankündigungen von Viag-Vorstandsmitglied Maximilian Ardelt, die auf der CeBIT für Aufsehen gesorgt hatten, spielen dabei dem Telenor-Sprecher zufolge keine Rolle. Ardelt hatte in Hannover eingeräumt, daß sich die Anlaufverluste des Konzerns im Telecom-Geschäft in den kommenden fünf Jahren auf mehrere Milliarden Mark summieren werden. Telenor gehe, so Grindland, bei Auslandsengagements im allgemeinen davon aus, daß nach vier Jahren schwarze Zahlen geschrieben werden. Für den deutschen Markt habe man sich auf eine eventuell längere Zeit eingestellt. Von der Viag Interkom GmbH war bis Redaktionsschluß keine Stellungnahme zu erhalten.