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06.07.1990 - 

Letzter Abschluß vor der Bosch-Neuorganisation

Telenorma mußte happigen Gewinnrückgang hinnehmen

FRANKFURT/MAIN (see) - Die zur Bosch-Gruppe gehörende Telenorma Telefonbau und Normalzeit Lehner & Co., Frankfurt, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 1989 einen Netto-Überschuß von 41,3 Millionen Mark, das sind mehr als 60 Prozent weniger als 1988. Der Umsatz nahm weltweit um vier Prozent zu.

Geschäftsführer Dieter Lennertz betonte, gemessen am rauhen Marktklima sei der Geschäftsverlauf von Telenorma relativ gut gewesen. Speziell das Inlandsgeschäft habe mit 6,5 Prozent überdurchschnittlich zugelegt, während die Exporte der deutschen Gesellschaft zugunsten eines Wachstums der ausländischen Töchter doch schwach gewesen seien. Der Anteil des Auslandsgeschäftes ging demzufolge von 13,3 auf 11,3 Prozent zurück.

62 Prozent vom Gesamtumsatz erzielte Telenorma 1989 nach Lennertz Worten mit Produkten der Privaten Kommunikationstechnik, deren wichtigste Produktgruppe ISDN-Systeme ausmachen.

Der Geschäftsführer verwies auf Großaufträge der Stadt Frankfurt und einer mexikanischen Bank aus dem letzten Jahr; 1990 würden noch drei Bundesministerien von Telenorma mit ISDN-Installationen ausgerüstet werden.

Zweitgrößter Umsatzbereich ist nach Unternehmensangaben die Sicherheitstechnik mit 16 Prozent, gefolgt von der nunmehr ausgegliederten Öffentlichen Vermittlungstechnik mit zwölf Prozent. Hier hatte mal, das prozentual stärkste Wachstum (14,8 Prozent) verzeichnet. Zehn Prozent vom Umsatz entfielen auf informationstechnische Produkte, davon ein Drittel auf die Bürotechnik (Fax, PCs, Mehrplatzsysteme). Telenorma sieht die Informationstechnik lediglich als funktionale Ergänzung zum Kerngebietes Konmmunikation.

Der Bosch-Teilkonzern Lehner & Co., und die Telenorma Telefonbau und Normalzeit GmbH, seit Jahresanfang 1990 in der neuen Gesellschaft Telenorma GmbH zusammengefaßt, repräsentieren jetzt den Produktbereich Private Kommunikationstechnik innerhalb des Bosch-Unternehmensbereiches Telecom.

Ausgegliedert wurde der Produktbereich Öffentliche Kommunikationssysteme mit über 1200 Mitarbeitern und einem Umsatz von 280 Millionen Mark. Er gehört jetzt innerhalb von Bosch Telecom zum Bereich Öffentliche Kommunikationstechnik.

In den ersten fünf Monaten nach der Reorganisation hat sich der Telenorma-Umsatz um vier Prozent gegenüber 1989 erhöht; bis Jahresende wird ein Wachstum des Umsatzes wie auch des Gewinnes um zehn Prozent angestrebt, erklärte Lennertz.