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19.04.2002 - 

Aktie der Woche

Teleplan: Management in der Pflicht

Christian Struck*

Bei immer mehr einstigen Lieblingen der Anleger am Neuen Markt treten infolge einer zu aggressiven Akquisitionspolitik Probleme auf. Wichtige Ressorts wie Forderungs-Management und Controlling wurden oft unzureichend besetzt. Dies bemängelte auch der Finanzvorstand und Vorstandsvorsitzende der Teleplan AG unlängst in einem Interview. Sein Vorgänger habe die einzelnen Standorte zu selten besucht und deshalb Fehlentwicklungen nicht rechtzeitig erkannt. Teleplan-Aktionäre können von Glück sagen, dass es nicht zu der Mitte 2000 geplanten Fusion mit D.Logistics kam, denn dieser ist nach viel zu teuren Übernahmen mittlerweile selbst stark verschuldet. Aber auch um die Bilanz des niederländischen Reparatur-Dienstleisters steht es nicht mehr zum Besten. Dies erklärt auch den Verkauf von zwei Millionen Aktien durch die Unternehmensgründer, die den Verkaufserlös Teleplan als Kredit zur Verfügung gestellt haben. So summieren sich die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2001 auf über 250 Millionen Euro und übersteigen damit das Umlaufvermögen um 30 Millionen Euro. Dies sollte Anleger zur Vorsicht mahnen. Da das Unternehmen in der Bilanz immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 132,7 Millionen Euro ausweist, verbliebe nach Abzug dieses Postens nur noch ein Eigenkapital von 5,9 Millionen Euro. Die schlechten Bilanzrelationen und der fallende Aktienkurs veranlassen uns, den Titel auf "untergewichten" zu stufen. Da Teleplan jedoch ein vernünftiges und profitables Geschäftsmodell aufweist, könnte es dem neuen Vorstand gelingen, die Gesellschaft wieder auf Kurs zu bringen. (gh)

*Christian Struck ist Analyst der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.