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28.10.1988 - 

Teleport-Generalversammlung brachte klareres Bild:

Teleports öffnen das Tor zur Welt

KÖLN (CW) - Rund 400 Telekommunikationsexperten aus aller Welt pilgerten zur diesjährigen Generalversammlung der World-Teleport-Association (WTA) nach Köln. Bei dieser Veranstaltung wurde die Bedeutung der Teleports - sie liefern die technische und bauliche Infrastruktur für den Zugriff auf weltweite Telekom-Dienste - von allen Seiten unterstrichen.

Die Mitglieder der WTA tauschten auf der Veranstaltung Erfahrungen bei der Projektionierung von Teleports in aller Welt aus. Nationale Teleports sollen in Zukunft Bestandteil eines weltweiten Overlay-Netzes von Telekommunikationsdiensten (siehe CW Nr. 45 vom 6. November 1987, Seite 48ff) sein.

Über das älteste Teleport-Projekt berichtete Phil LaRocco, Vertreter der New Yorker Port Authority. New York bietet in Staten Island mit dem Teleport umfassende Dienste für die Geschäftswelt an. Dort stellt eine private Betreibergesellschaft die technischen Voraussetzungen für nationale und internationale Kommunikationsdienste zur Verfügung. In Zukunft sollen, so LaRocco, die Büro- und Geschäftshäuser der Stadt über ein Glasfasernetz mit dem Teleport verbunden werden.

Vertreter europäischer Teleports informierten über den Stand der Teleport Technik in der Alten Welt. Das Rotterdamer Projekt beispielsweise bietet gegenwärtig einen Informationsdienst für alle Handelspartner des Rotterdamer Hafens. Über Datex-P-Leitungen können Rheinanlieger Informationen über Schiffsbewegungen und Verladetermine einholen. Die Betreiber des Teleports, die Rotterdamer Hafengesellschaft und die örtliche PTT, werden in den nächsten Jahren ihr Angebot um weitere Dienste wie weltweite Kommunikation über Satellit erweitern.

Ähnliche Projekte laufen zur Zeit in London, Paris, Amsterdam, Genua und Neapel. In der Bundesrepublik plant die Stadt Köln seit 1984 ihren Media-Park. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Gereon soll ab 1989 ein Teleport entstehen, der für die Geschäfts- und Handelswelt eine umfassende Telekommunikations-Infrastruktur zur Verfügung stellen soll. Utz-Ingo Küpper, Geschäftsführer der Media-Park Entwicklungsgesellschaft, unterstrich in seiner Ansprache, daß der Media-Park auch für die kulturelle Entwicklung der Region besondere Bedeutung hat. Die Entwicklungsgesellschaft will auch Kunst, Kultur und Bildung in dem Telematik-Stadtteil etablieren, so daß nicht nur ein rein technisch orientiertes Viertel entsteht, sondern eine Anlage auf städtebaulich hohem Niveau.

Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling wählte in seiner Begrüßungsrede den europäischen Binnenmarkt als Ansatzpunkt, um die derzeitigen Bemühungen Bundespost zur Neustrukturierung des Telekommunikationswesens zu unterstreichen. Eine Telekommunikationsinfrastruktur - unterstützt durch Teleports - sei nicht nur national, sondern auch international von strategischer Bedeutung. Ein gemeinsamer europäischer Markt könne nicht funktionieren, wenn die kommunikationstechnischen Voraussetzungen nicht vorhanden seien, sagte der Minister. Dies sei sowohl wichtig für das Zusammenrücken innerhalb des Europäischen Binnenmarktes als auch für dessen Anbindung an den Weltmarkt.