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18.11.1994

Teleworking im Visier Traditionelles Mac-Haus Claris sucht sein Glueck mit Windows

MUENCHEN (ade) - Das Geschaeft mit Macintosh-Anwendungen scheint sich nicht mehr zu rentieren. Immer mehr traditionelle Mac- Entwickler wechseln das Lager und konzentrieren sich auf Microsofts Windows-Plattform. Selbst das Management der 100prozentigen Apple-Tochter Claris hat sich bereits umgestellt. Windows und vertikale Maerkte sind angestrebte Bereiche fuer die Zukunft.

Umbruchstimmung herrscht bei der Claris Corp., Santa Clara, Kalifornien. Bis vor einiger Zeit ausschliesslich auf Macintosh- Applikationen ausgerichtet, muss sich der Anbieter der Datenbank "Filemaker Pro" seit einiger Zeit auch auf der Windows-Ebene zurechtfinden. "Wir konzentrieren uns momentan voll auf Windows", bestaetigt Hans Ydema, Geschaeftsfuehrer der deutschen Claris- Niederlassung in Unterschleissheim. Dabei setze das Unternehmen hauptsaechlich auf die leichte Bedienbarkeit seiner Produkte, um vor allem im Single-Office-Home-Office-(Soho-)Business des Windows-Umfeldes Fuss zu fassen.

So hat Claris vor kurzem das integrierte Office-Paket "Claris Works 3.0" vorgestellt, das - obwohl es mit Microsofts Windows 95 wohl noch bis Mitte 1995 dauern wird - bereits jetzt unter einem 32-Bit-Betriebssystem laufen kann. Des weiteren will der Anbieter im kommenden Jahr eine neue Windows-Version der im Mac-Segment relativ erfolgreichen Datenbank "Filemaker Pro" auf den Markt bringen. Mit Billigpreisen von Claris-Paketen ist Ydema zufolge allerdings kaum zu rechnen. "Niedrige Preise koennen wir vergessen." Claris sei schlichtweg nicht in der Lage, mit Dumping- Preisen grosser Anbieter wie Microsoft mithalten zu koennen.

Das dicke Geschaeft mit Standardpaketen wie denen von Microsoft, Lotus oder Borland ist ohnehin nicht das erklaerte Ziel des Unternehmens, das rund 53 Prozent seines Gesamtumsatzes ausserhalb den USA - 21 Prozent in Europa - verbuchen kann. Zwar wolle sich der Softwarehersteller auch in diesem Segment umsehen, laut Ydema will Claris aber kuenftig vor allem in vertikalen Maerkten mitmischen. "Innerhalb von sechs Jahren werden ueber zehn Millionen Anwender von zu Hause aus arbeiten", prognostiziert der deutsche Claris-Boss und macht damit gleichzeitig klar, wie seine Plaene fuer die Zukunft aussehen. Bei Claris seien bereits zahlreiche Mitarbeiter vom trauten Heim aus taetig. Um den Anforderungen des Teleworkings gerecht zu werden, will der Anbieter seine Produkte ueber kurz oder lang fuer den Einsatz per Fremdzugriff oder Satellitenschuessel tauglich machen.