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23.10.1998 - 

Digital arbeitet an eigenen Lokalversionen

Telia stoppt europäische Altavista-Sites

Nach Angaben von Beatrix Wiegel, Marketing-Managerin Internet bei Digital in München, ist Telia aus dem Geschäft ausgestiegen, da sich das Konzept der "Mirror-Seiten" nicht durchsetze. Telia hat den Service "Altavista Northern Europe" offenbar ohne Vorwarnung abgeschaltet. Eine öffentliche Erklärung soll nach dem offiziellen Ende der Verhandlungen mit der neuen Digital-Mutter Compaq erfolgen. Das Konzept beinhaltete Spiegel des Altavista-Haupt-Servers in Kalifornien in mehreren europäischen Ländern mit einer Einstiegsseite in der jeweiligen Landessprache.

Mathias Schmitz, der in Hamburg die Aktivitäten der Altavista-Suchmaschine in Europa koordiniert, bestätigt den Rückzug von Telia. Seiner Meinung nach ist es für den schwedischen Carrier durch Lizenzgebühren zu teuer und auch zu aufwendig geworden, mit der amerikanischen Hauptseite Schritt zu halten. Telia hatte der amerikanischen Aktualisierungsfrequenz von jetzt 140 Millionen indexierten Web-Seiten täglich nichts entgegenzusetzen, da das Unternehmen keine eigene Indexierung vornahm. Statt dessen mußten die Schweden jeden Tag auf Postsendungen mit den neuesten Daten aus Kalifornien warten, die schon veraltet waren, noch bevor sie ins Telia-System eingespielt wurden. Laut Schmitz konnten die Gigabyte-Bänder mit den Indexen nicht online versendet werden. Die Netzbelastungen wären zu groß gewesen.

Schmitz hofft, spätestens Ende des Jahres einen eigenen deutschen Altavista-Dienst auf den Weg zu bringen. Er soll nach Möglichkeit eine deutschsprachige Oberfläche und einen eigenen Index beinhalten. Der Zugriff auf den weltweiten Service könnte durch einen "Value Added Link" realisiert werden - ähnlich wie bei der deutschsprachigen Suchmaschine Fireball, die für internationale Abfragen ebenfalls auf den Altavista-Index zugreift.