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4. Dafta: Spezifisch und konkret:


17.10.1980 - 

Tendenzen zur Verdrängung des BDSG

KÖLN (pi) - Die Dafta, die sich in den vergangenen Jahren schwerpunktmäßig mit den Fragen der Sicherheit und Kontrolle der Datenverarbeitung - auch im unternehmerischen Eigeninteresse - befasst hat setzt diesen Weg fort und erweitert diesen Problemkomplex um den Aspekt Software-Diebstahl. Zielgruppen der 4. Dafta sind: Datenschutzbeauftragte und-dezernenten; Datensicherungsfachkräfte; Revisoren und Wirtschaftsprüfer; DV-Management; Führungs- und Aufsichtskräfte der Datenschutz-Aufsichtsbehörden, der Kommunal-, Landes- und Bundesbehörden und der Sozialversicherungs- und Leistungsträger.

Der Bundesgesetzgeber hat in der jetzt ablaufenden Legislaturperiode zur Weiterentwicklung und Ausgestaltung des Datenschutzrechts Zeichen gesetzt. Noch im Juli 1980 wurde der Weg zu bereichsspezifischen Regelungen für die öffentliche Verwaltung durch das Melderechtsrahmengesetz und das Sozialgeheimnis vorgezeichnet

Bereichsspezifischer Datenschutz

Ob ein solcher Ansatz für den nichtöffentlichen Bereich richtig und erfolgversprechend oder eine Novellierung des BDSG vorzuziehen ist, bedarf der öffentlichen Diskussion. Tendenzen zur Verdrängung des BDSG sind in wesentlichen Bereichen erkennbar, insbesondere bei der Mitbestimmung und für das Dienstleistungsgewerbe, die mit Gegenstand der 4. Dafta - Datenschutzfachtagung - sind. Die 4. Dafta zeigt Konsequenzen und Ausführungserfordernisse der neuen bereichsspezifischen Regelungen Melderechtsrahmengesetz und Sozialgeheimnis sowie der Datenschutzregelungen der Kirchen auf und befaßt sich mit der Frage der Notwendigkeit der Weiterentwicklung des Datenschutzes für die Wirtschaft.

Technischer Datenschutz

Datenschutzregelungen zugunsten der Betroffenen sind nur dann wirkungsvoll, wenn sie technisch realisierbar und für technologische Weiterentwicklungen offen sind.

Die Diskussion zwischen DV-Herstellern und DV-Anwendern um hinreichend sichere DV-Verfahren erhält starke Impulse über das allmählich wachsende Risiko- und Sicherheitsbewußtsein der DV-Betreiber. Das ist auch ein Thema der Dafta.

Das BDSG favorisiert für den privatwirtschaftlichen Bereich das Prinzip der Eigenkontrolle. Die Entwürfe zur Novellierung des BDSG bekunden die Absicht, dieses Prinzip zugunsten einer stärkeren staatlichen Kontrolle zu schwächen. Damit wird unterstellt daß das Prinzip der betrieblichen Selbstkontrolle weithin versagt hat.

Die GDD setzte sich für eine Stärkung und den Ausbau der betrieblichen Selbstkontrolle ein. Der geeignete Weg hierzu ist, Qualifikation, Fachkompetenz und Stellung der betrieblichen Datenschutzbeauftragten zu verbessern. Die 4. Dafta befaßt sich deshalb mit der für die Erhaltung des Selbstkontrollprinzips wichtigen Frage des Berufsbildes und damit der Kompetenz des Datenschutzbeauftragten.

"Die EDV in den Griff bekommen" ist ein für Klein- und Mittelbetriebe besonders schwieriges Anliegen. Die 4. Dafta berücksichtigt diese Interessenlage durch zwei Sonderveranstaltungen: "DV-Controlling für Klein- und Mittelbetriebe" und "Bürocomputeranwendungen: Mehr Sicherheit für den Anwender?".