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13.02.2004 - 

Analyse-Lösungen für hohe Datenvolumina

Teradata soll SAPs Data Warehouse ergänzen

MÜNCHEN (fn) - Die auf hochskalierbare Data-Warehouse-Technik spezialisierte Teradata und SAP wollen ihre Datenanalyselösungen aufeinander abstimmen. Nach Angaben der Anbieter handelt es sich nicht um eine Alternative, sondern eine Ergänzung des "Business Information Warehouse" der Walldorfer. Das SAP-Produkt hat vor allem Schwächen bei großen Datenmengen.

Obwohl SAP eigene Data-Warehouse-Technik anbietet, ging der Hersteller mit dem Spezialisten Teradata eine Partnerschaft ein. Diese sieht die Anbindung der Datenbanksoftware der NCR-Tochter an SAPs Applikationen vor.

Anwender von SAPs "Business Information Warehouse" (BW) werden in der Lage sein, auf in der Teradata-Datenbank gespeicherte Informationen zuzugreifen. Dieser Datenspeicher skaliere besser und lasse eine feinere Datenanalyse zu. Während BW vorwiegend dazu genutzt wird, Finanzinformationen auszuwerten, gestattet Teradatas System es beispielsweise einem Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche, Abrechnungsdaten von Telefonkunden zu analysieren, oder einem Großhandelskonzern, eine Warenkorbanalyse zu fahren. "Es geht uns nicht darum, BW auf Teradata laufen zu lassen, sondern den Kunden den zusätzlichen Zugriff auf unser Warehouse zu ermöglichen", erläutert Steven Brobst, Chief Technology Officer von Teradata.

Umgekehrt lassen sich die Applikationsplattform beziehungsweise die Analyse-Anwendungen von Teradata in die SAP-Umgebungen einbinden. Dies geschieht über die Integrationskomponente "Exchange Infrastructure", die Teil von Netweaver ist. So können Firmen beispielsweise Mysap CRM mit Funktionen zur Kundendatenanalyse des Kooperationspartners koppeln. An entsprechenden Adaptern arbeitet Teradata noch, erste Implementierungen soll es in der ersten Jahreshälfte geben. Teradatas Datenbanksystem wird über die "Open-Hub"-Schnittstelle der SAP angebunden. Ferner schreibt die NCR-Tochter spezielle Portalmodule ("Iviews"), über die Anwender von SAPs "Enterprise Portal" Teradatas Analyseanwendungen im Web-Browser aufrufen können.

Laut Brobst ist Teradata nicht als Alternative zu BW gedacht, vielmehr können Kunden das SAP-Produkt gemeinsam mit der eigenen Data-Warehouse-Lösung verwenden. Vordefinierte Reports ("Infocubes") der SAP-Umgebung lassen sich weiterhin nutzen, verspricht der Entwicklungsvorstand.

Neben SAP bieten auch andere ERP-Hersteller Data-Warehouse-Features, doch diese genügen nicht immer den Anforderungen der Kunden. So verwundert es nicht, dass die Zusammenarbeit zwischen den Walldorfern und Teradata auf Druck von Anwendern zustande kam, deren Datenaufkommen beziehungsweise Bedarf an Detailanalysen das BW-Produkt überfordert. Schon heute nutzen einige größere Firmen SAP BW und Teradata gemeinsam, doch war die Integration bisher nicht gewährleistet. Beide Hersteller konzentrieren ihre Zusammenarbeit auf die Branchen Telekommunikation, Finanzdienste, Pharma, Raumfahrt und Verteidigung.

Abb: Zusammenspiel von SAP BW und Teradata

Die Datenbank von Teradata können Anwender über SAPs Standard-Schnittstelle "Open Hub" anbinden. Über die Netweaver-Plattform lassen sich künftig auch Analyse-Anwendungen des Data-Warehouse-Spezialisten integrieren. Quelle: CW