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11.08.2006

Teradata vereint Data Warehousing und Stammdaten

Die Analyseplattform kann künftig Produkt- oder Kundeninformationen einbeziehen und wird SAP und IBM zur starken Konkurrenz.

Mit "Teradata MDM" hat Teradata eine Software vorgestellt, die die Verwaltung von Stammdaten aus operativen Systemen erleichtern soll. Sie stammt ursprünglich von i2 Technologies, einem Anbieter von Produkten zur Steuerung der Lieferkette, und ist das erste aus einer Reihe geplanter Angebote, mit denen der Hersteller die Reichweite seiner bisher auf Data Warehousing spezialisierten Produktplattform vergrößern will. Bislang hatten sich im Markt für Data Warehousing und Business Intelligence vor allem Anbieter wie Hyperion Solutions und Kalido oder Informatica des Themas angenommen.

Anbieter formieren sich

Mit Teradata kommt nun aber im Highend ein Anbieter hinzu, der es künftig mit Größen wie SAP oder IBM aufnehmen kann, die ebenfalls seit einigen Jahren in dieses oft vernachlässigte aber lukrative Anwendungsgebiet, investieren. Laut Christian Rodatus, Vice President Central Europe bei Teradata, wolle man aber anders als SAP eine an- wendungsunabhängige Plattform für das Daten-Management bieten.

Teradata MDM ist eine Server-Anwendung, die sich als Plug-in mit dem Data-Warehouse-System kombinieren oder unabhängig davon betreiben lässt. Laut Mike DeBrosse, Vice President Supply Chain/Demand Chain Solutions Marketing bei Teradata, gebe es zwar schon Kunden, die Individuallösungen für die Stammdatenverwaltung entwickelt haben. Doch seien sie auf Dauer zu aufwändig und teuer in der Unterhaltung. Auch bezogen sie laut Rodatus zumindest hierzulande nur dispositive Daten ein. "Oft kommt das Thema im Zusammenhang mit Datenqualität auf die Tagesordnung."

Das neue Produkt soll hingegen Stammdaten für Analysezwecke und zur Unterstützung operativer Systeme einfacher und zentral vorhalten. Laut Rodatus bietet es Dienste für Mappings und Verwaltung von Stammdaten, die Visualisierung, Filterung, Aggregation von Daten, das Hierarchie-Management sowie zur Definition von Geschäftsregeln.

Spezielle Lösungen geplant

Auch wurden die Datenmodelle der Branchenlösungen von Teradata angepasst. Geplant sind zudem eine Reihe vorkonfigurierter Lösungen für einzelne Domänen des Stammdaten-Managements wie Konten, Kunden und Standorte. Bereits verfügbar ist das von i2 stammende Angebot für Produktinformationen, das bisher häufigste Einsatzgebiet im Stammdaten-Management. Die Preise für die MDM-Software sollen laut einer Meldung des Informationsdienstes "Computerwire" je nach Konfiguration und Größe der Implementierung zwischen 500000 Dollar und über einer Million Dollar liegen.

Teradata war im Mai 2005 eine nicht exklusive Partnerschaft mit i2 Technologies eingegangen, wobei die Hersteller eine Integration ihrer Produkte vereinbart hatten. Diese betrifft neben dem Data-Warehouse-System auch die Produkte für Datenqualität und zur Analyse von Finanzdaten und Lieferketten. Da die Einführung unternehmensweiter Systeme für die Stammdatenverwaltung aufwändig ist, hofft Teradata auch durch Beratung und Systemeinführungen zusätzlich Geld verdienen zu können. Hierzu sind bereits einige Mitarbeiter von i2 an Bord. Ferner wurde ein spezielles "Center of Excellence" geschaffen, das eine Mannschaft für Vertrieb, Marketing, Beratung und Entwicklung unterhält. Laut DeBrosse werde man aber auch mit großen Systemintegratoren wie Accenture, Deloitte und Infosys arbeiten. In Europa wird das Thema bisher von einem Architekturteam betreut. Die Vertriebsstrategie sieht laut Rodatus vor, Teradata MDM nur als Erweiterung bestehender Data-Warehouse-Lösungen zu positionieren.