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Die ersten Datavision-Anwendungen, Patente, Marktforschung und Software


28.11.1975 - 

Terminal-Zugriff auf ganze Textseiten

MÜNCHEN - Das computerunterstützte Informationssystem Datavision mit Videozugriff auf Mikrofilm-Bild-Massenspeicher wird seine ersten Einsatzmöglichkeiten bei der Patentrecherche, der Marktforschung und der Softwaredokumentation finden.

Die Computer AG in Zürich, ein Softwarehaus und Rechenzentrum, will für ein Datavisions-System (Varian-Minicomputer, Communications-Controller, Platten- und Bandeinheit, Drucker, zwei Bildschirme und ein Mikrofiche-Speicher) 300 000 Mark anlegen und damit eine Softwaredokumentation aufbauen. Dadurch ist schon für Verkaufsverhandlungen und auch für Kalkulationen sofort zu ermitteln, was an Vorhandenen Standardprogrammen, Routinen oder Moduln für einen neuen Auftrag verwendbar ist.

Ein deutsches Unternehmen der pharmazeutischen Industrie will mit dem System, das Pilotanwender Scotland Yard für sein Fingerabdruck-Archiv nutzt, die Patentrecherchen rationalisieren .

Weiteres Einsatzgebiet: die Marktforschung. Innerhalb weniger Jahre investieren Großunternehmen oft viele Millionen Mark in Studien Untersuchungen und Gutachten - die darin enthaltenen Daten lassen sich aber schon wegen der völlig unterschiedlichen Datenstrukturen und Umfrage-Methoden wirtschaftlich nicht in einer Computer-Datenbank speichern. Andererseits sind die Papiermengen manuell schwer zu bewältigen. Abhilfe: Mikroverfilmung und Indexierung und Datavision. Das ist etwa 90 Prozent billiger als eine Speicherung auf DV-Medien, erlaubt jedoch - und das will sich beispielsweise die Centrale Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft CMA in Bonn zunutze machen - die für Essiggurkenverkauf in Großverbraucherpackungen in Norddeutschland relevanten Daten zusammenzusuchen.

Das Prinzip des von Stabletron Ltd. in England entwickelten und in Deutschland von System-Service GmbH (München) angebotenen Verfahrens: ein Minicomputer wird lediglich zu Indexverwaltung benutzt. Die Indices werden am Bildschirmgerät eingegeben, der Rechner steuert den Mikro-Film oder Mikrofiche-Speicher an und das gesuchte Mikrofilm-Bild erscheint auf dem Bildschirm. Im Bedarfsfall kann es als Kopie ausgegeben werden. Das Verfahren kann mit einem Stand-Alone-System (wie zur Auswertung der Marktforschungsdaten) oder in Verbindung mit einem Großrechner (geplant zur Patentauswertung) angewendet werden. -py

Informationen: System Service GmbH, 8 München, Isabellastr. 17.