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08.08.2007

Test: Extrem günstiges Sub-Notebook Nexoc Osiris S620

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Viele Anwender – etwa Studenten – wollen zum Arbeiten unterwegs ein leichtes Notebook, das aber das Budget nicht sprengt. Nexoc will diesen Wunsch mit dem Osiris S620 erfüllen.
Dem Nexoc "Osiris S620" fehlt die wichtigste Eigenschaft eines Sub-Notebooks – eine lange Akkulaufzeit.
Dem Nexoc "Osiris S620" fehlt die wichtigste Eigenschaft eines Sub-Notebooks – eine lange Akkulaufzeit.

Viele Anwender – etwa Studenten – wollen zum Arbeiten unterwegs ein leichtes Notebook, das aber das Budget nicht sprengt. Nexoc will diesen Wunsch mit dem "Osiris S620" erfüllen.

von Thomas Rau, PC-Welt

Testbericht

Ausstattung: Mit einem Straßenpreis von rund 660 Euro ist das Nexoc Osiris S620 sensationell günstig für ein Sub-Notebook. Zu diesem Preis ist allerdings kein Betriebssystem dabei. Hardware- und Schnittstellenseitig merkt man dem Osiris S620 den günstigen Preis kaum an: Es besitzt eine 120 GB große Festplatte und einen DVD-Brenner für alle Formate. Bei den Schnittstellen gehen nur Firewire, TV-out und ein Dockinganschluss ab –die meisten Anwender werden das kaum vermissen. Dafür besitzt das Gehäuse, das vom taiwanischen Fertiger Clevo stammt, drei Audio- und drei USB-Anschlüsse.

Geschwindigkeit: In Zeiten der mobilen Doppelkerner erringt der einkernige Celeron M 450 keine Tempo-Krone – trotz der hohen Taktrate von 2 GHz. Im Leistungstest ordnet sich das Nexoc Osiris S620 auf dem Niveau von Notebooks mit Pentium M ein: Doch selbst dieses Rechentempo, das vor rund 1,5 Jahren top war, genügt für den Hauptzweck dieses Sub-Notebooks: Office-Arbeit und Internet-Surfen. An 3D-Spiele ist allerdings überhaupt nicht zu denken: Die im Chipsatz von SIS integrierte 3D-Grafik ist noch lahmer als der Intel GMA 950.

Mobilität: Dass der Celeron M 450 kein Schnellrechner ist, stört bei einer mobilen Arbeitsmaschine wie dem Nexoc Osiris S620 eigentlich nicht. Aber ihm fehlen wichtige Stromsparfunktionen: Im Akkubetrieb kann der Celeron M bei niedriger Systemlast Taktrate und Spannung nicht senken. Das Nexoc Osiris S620 schafft daher nur 1:16 Stunden ohne Netzstrom, weil es sehr stromfressend arbeitet (28 Watt Verbrauch) – für unterwegs nicht zu gebrauchen. Als mobiler Pluspunkt bleibt deshalb nur das geringe Gewicht (1,96 Kilogramm) – so lässt sich das Nexoc Osiris S620 wenigstens leicht von Steckdose zu Steckdose tragen.

Ergonomie: Die Leuchtdichte reicht für gut beleuchtete Arbeitsplätze innen oder einen Schattenplatz draußen aus. Positiv: Das Display spiegelt kaum, allerdings macht der glänzende Displayrahmen die Bildschirmarbeit weniger ergonomisch. Empfindliche Sitznachbarn im Lesesaal stören sich eventuell am ununterbrochen laufenden Lüfter im Nexoc Osiris S620 – besonders laut ist er mit 1 bis 1,2 Sone aber nicht.

Handhabung: Die Tasten sind beim Osiris S620 gegenüber einem Standard-Notebook leicht verkleinert, einige Punktionstasten deutlich schmäler. Schnelltipper müssen sich daran gewöhnen, dass der Cursorblock nicht abgesetzt ist. Beim Schreiben gab die Tastatur leicht nach und war beim schnellen Tippen ziemlich laut.

Verarbeitung: Der porzellan-weiße Displaydeckel und die weiße Handballenauflage verleihen dem Nexoc Osiris S620 ein edles Äußeres – und die unvermeidlichen Fingerabdrücke fallen dort weniger auf als auf einem schwarzen Klavierlack-Deckel. Gehäuse und Displaydeckel sind solide verarbeitet.

Fazit: Dem Nexoc Osiris S620 fehlt die wichtigste Eigenschaft eines Sub-Notebooks – eine lange Akkulaufzeit. Doch wer vor allem ein leichtes Notebook sucht, wird hier günstig fündig.

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