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04.08.2005

Test: Veritas-Tool spart Speicher

Die Storage-Verwaltung "Command Central" glänzt vor allem mit guter Agententechnik und File-Statistik.

Die neue Version 4.2 von Command Central bietet die einfache Verwaltung, die mächtige grafische Benutzerschnittstelle (GUI) und die große Funktionalität der Vorgängerversionen. "Neu hinzugekommen sind eine bessere Darstellung der Speichernutzung und die Unterstützung von weiteren Array-Herstellern wie Netapp", fasst IDG-Tester Mario Apicella seine Ergebnisse zusammen. Die Version 4.2 ist zudem kompatibel zu den Storage Management Standards (SMI-S) der Storage Networking Industry Association (Snia).

Highlights

• Gute Agenten- und Wizard-Technik;

• umfangreiche File-Statistik;

• sehr gutes GUI;

• insgesamt einfach und intuitiv zu bedienen.

Mehr zum Thema

www.computerwoche.de/go/

*60696: Zu Command Central;

*77412: Zur Übernahme von Veritas durch Symantec;

*76761: Zum Markt für Speichersoftware.

Im Labor gab es keine Probleme, das Programm auf einem "Poweredge-1850"-Server von Dell unter Windows Server 2003 zu installieren. Das Setup legt eine Datenbank an, in der alle Informationen über das Speichernetz eingetragen werden, und richtet einen Apache-Server für den sicheren Zugriff auf das GUI von Comand Central ein. Danach müssen die Programmagenten auf jedem angeschlossenen Server installiert werden. Sie sind dafür zuständig, dass automatisch alle Speicherressourcen wie Switches, Speicher-Arrays, Hostbus-Adapter und Volumes erkannt werden. Der Tester zeigte sich erfreut darüber, dass die Installation der Agenten keine zeitraubende Angelegenheit wurde, da Veritas über Push-Mechanismen die zeitgleiche Beschickung mehrerer Server über das IP-Netz eingebaut hat.

Genau im Bild

Danach wurden auf jedem Server die "diskreten Sammler" aktiviert: Sie fragen in programmierbaren Zeitabständen die aktuellen Informationen des SAN ab und hinterlegen sie in der zentralen Datenbank. Der Tester zeigte sich begeistert über die Leistungsfähigkeit der Agenten, die ihm innerhalb von Minuten "ein genaues Bild meiner Speicherumgebung darstellten, inklusive aller Server, Switches, HBAs, Logical Unit Numbers (LUNs), Subsysteme, Applikationen und Files". Schon bald ließen sich auch "die hintersten Winkel" von einer zentralen Stelle aus abfragen und verwalten. Sogar eine inaktive SQL-Server-Datenbank, deren Existenz Apicella längst vergessen hatte, wurde ihm angezeigt und korrekt als "critical error" gekennzeichnet.

Eine der besten Funktionen von Command Central ist für ihn die umfangreiche File-Statistik, mit deren Hilfe Speicherfehlbelegungen sichtbar gemacht werden.

Überallokation vermeiden

Das Programm erlaube es, den für eine LUN bereitgestellten Speicherplatz auf die tatsächlich benutzte Kapazität hin zu untersuchen. Ein Diagramm mit der Überschrift "möglicher vergeudeter Speicherplatz" zeigte an, dass das Test-SAN zwar mehr als 3 TB groß war, davon aber nur 130 GB benutzt wurden. "Wenn die Überallokation von Speicherplatz verringert wird, können Firmen viel Geld sparen", glaubt Apicella. Er sieht darin auch den Hauptvorteil von Programmen zum Storage-Resource-Management (SRM).

Neben den Kosten für die unnötige Anschaffung von Speicherhardware spare man auch durch Erleichterungen für Administratoren, etwa dadurch, dass Verwaltungsaufgaben konsolidiert und automatisiert werden. Für die Erkennung von Fehlern hat Veritas einfach zu verwendende "Wizards" eingebaut. Mit ihrer Hilfe lassen sich Schwellenwerte festlegen sowie automatische Benachrichtigungen und Aktionen anstoßen, "ohne dass eine Zeile zu programmieren wäre".

Nicht getestet wurde die Konsolidierungsfunktion des Programms: es standen keine Highend-Speicher etwa von Hitachi oder EMC im Labor, um auszuprobieren, ob sich deren Bordwerkzeuge mit Command Central vertragen. Dennoch zeigte sich der Tester beeindruckt von diesem Programm, das für ihn über eines der besten GUIs verfügt, und auch die kontextsensible Anleitung für die ersten Schritte sei "eine Freude zu benutzen". Das Wichtigste ist für den IDG-Autor allerdings die konsolidierte Sicht auf das gesamte SAN, die anders nur schwierig zu erhalten sei. Er empfiehlt den Einsatz des Programms, "wenn der Wert der Speicherumgebung nahe der Millionen-Dollar-Grenze liegt". (kk)