Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

30.01.1976 - 

Welche Statistiken sollte man führen?

Testbetrieb

Diplomkaufmann Einar Scholz

Die Beobachtung der Testzeiten sowie der Anzahl der Testläufe ist für jeden EDV-Bereich interessant und gibt Aufschlüsse hinsichtlich der Hardwarekosten der Überstunden und der Projektrealisierung. Korrelationen zu Programmenderungen sollten dabei zusätzlich betrachtet werden, damit man den Fachbereichen beweisen kann, daß es so nicht weitergeht.

(Teil 2 - Rechenzentrum)

Im Bereich des Rechenzentrums ist es seit eh und je üblich, daß man Statistiken führt ganz im Gegensatz zum Bereich der Organisation. Die wichtigsten Statistiken des EDV-Bereichs sollen hier kurz angesprochen werden.

Auslastung des EDV-Systems

Die Problematik der Auslastung eines EDV-Systems wurde bereits im Scholz-Report 5/74 angesprochen. Man sollte ein EDV-System statistisch hinsichtlich der Auslastung beobachten, man muß jedoch berücksichtigen daß diese Statistiken durch Änderungen im Hardwarebereich oft zunichte gemacht werden. Vergleiche aus der Sicht der Arbeitslast sind dann nicht möglich, wenn das EDV-System in seiner Kapazität während des Vergleichszeitraumes aufgestockt worden ist oder gravierende Änderungen in der Systemsoftware vorgenommen worden sind. Man kann aber durchaus die Systemlast auf der Basis eines einmal definierten Modells hochrechnen, indem man annähernd die veränderten Hardwarebedingungen berücksichtigt. Stellt man diese Lastzahlen den EDV-Kosten gegenüber, kann man interessante. Ergebnisse ableiten.

Ausfallquoten sollten einmal absolut in Stunden und in Form sogenannter Kennzahlen über längere Zeit betrachtet werden. So ist es recht interessant festzustellen, wie etwa die Ausfallquoten bei Magnetplatten je 1000 Betriebsstunden sich verhalten. Es lassen sich eine Vielzahl von Relationen aufstellen, die es lohnt zu beobachten. Basis einer zuverlässigen Ausfallquotenstatistik ist naturgemäß eine gut geführte Ausfallquotenerfassung im Rechenzentrum.

Verfügbarkeit des EDV-Systems

Unter Verfügbarkeit des EDV-Systems kann man den Rest an Zeit verstehen, der nach Abzug der Hardware- und Softwareausfälle, der vorbeugenden Wartung und der Wiederholzeiten übrigbleibt. Man sollte diese Zeiten zu den Schichtstunden des Rechenzentrums in Beziehung setzen und die so ermittelte Verfügbarkeit über längere Zeit beobachten. Je nach dem vorherrschenden Trend muß man dann einige deutliche Worte mit den EDV-Hersteller sprechen. Im Bereich der Verfügbarkeit eines EDV-Systems lassen sich eine Menge verschiedener Kennzahlen bilden je nachdem, auf welches Kriterium man den größten Wert legt.

Mitunter kann es sich als sinnvoll erweisen, für begrenzte Zeit eine Wiederholzeitenstatistik separat zur Verfügbarkeitsbetrachtung des EDV-Systems zu führen, und zwar dann, wenn man unter den anfallenden Wiederholzeiten schwer zu leiden hat. Man sollte diese Wiederholzeiten nach Anwendungen getrennt ausweisen, um daraus gezielte Rückschlüsse für ein Stabilisierungsprogramm abzuleiten.

Job-Übersichten Tests/Produktion

Das Verhältnis von Testzeit und Produktionszeit sollte man im Zeitverlauf betrachten. Zusätzlich kann es interessant sein, die Anzahl der durchgeführten Jobs pro Monat statistisch zu verfolgen.

TP-Zugriffe

Bei jedem TP-System kommt es entscheidend darauf an, daß man über leistungsfähige Statistiken verfügt. Hier kann man nur an die Hersteller appellieren, daß sie endlich den EDV-Benutzer mit besseren Informationen versorgen. Die kümmerlichen

Informationen, die man durch die meisten TP-Systeme geliefert bekommt, muß man als Benutzer selbst mühselig aufbereiten. Dabei darf man dann in die tiefsten Details des TP-Systems einsteigen, damit man sicherstellt, daß die Informationen beim TP-Zusammenbruch nicht verlorengehen. Es wird Zeit, daß die Hersteller von TP-Systemen sich in dieser Beziehung endlich einmal etwas einfallen lassen, damit vermieden wird, daß jeder Benutzer immer wieder aufs Neue sich den Problemen einer aussagefähigen TP-Zugriffs-Statistik widmet. Aus der heutigen Situation kann man entweder nur resignieren oder einen entsprechenden Eigen-Aufwand treiben, um das Problem zufriedenstellend zu lösen.

Erfassungsleistungen

Im Bereich zentraler Erfassungen war es schon immer üblich, Statistiken zu führen. Diese wurden in vielen Fällen durch Datensammelsysteme in ihrer Aussagefähigkeit verbessert, so daß sich hier in den wenigsten Fällen ein Problem stellt.

Eingabefehler nach Ursachen

Im Bereich der Datenerfassung kann man mit entsprechendem Aufwand eine Statistik der Eingabefehler nach Ursachen aufbauen, um Ansatzpunkte für die Verbesserung von Anwendungssystemen zu erhalten.

Analog dem Organisationsbereich lohnt es sich auch im Bereich des Rechenzentrums, Statistiken der Personalanzahl, der Überstunden und der Kosten zu führen, um entsprechende Trends erkennen zu können.