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Java-Tool auf dem Prüfstand

Tester decken Potential von Netiva auf

30.05.1997

Das Tool Netiva besteht im wesentlichen aus zwei Komponenten: "Designer" für die Entwicklung, und "Server" für die Verteilung auf abteilungsbezogene Intranets. Der Fokus des Produkts liegt auf der einfachen Bedienung, so daß auch Entwickler mit geringen Kenntnissen Java-Applets schreiben können. So stellt das Tool etwa eine gut sortierte Auswahl an Controls bereit. Allerdings erweist es sich als unmöglich, Komponenten anderer Hersteller in die verfügbare Palette zu integrieren.

Die Code-Syntax gleicht der von Visual Basic und ist nach Einschätzung der Tester vergleichsweise einfach zu handhaben. Auch das Zuweisen von Events und Eigenschaften zu Komponenten scheint nicht schwierig zu sein. Die Debugging-Funktionen schneiden sogar "erstaunlich gut" ab.

Sobald ein Applet erstellt ist, läßt es sich in dem Netiva-immanenten Browser oder in einem anderen Java-fähigen anschauen. Selbst nachdem die Applets mit Hilfe des Servers verteilt sind, können Entwickler sie im Designer-Modus betrachten.

Zu kritisieren sind nach Ansicht der "Infoworld" allerdings die Möglichkeiten zur Datenbankanbindung. Zwar nimmt das Tool den Programmierern etwa das Indizieren ab, doch müssen kompliziertere Zusammenhänge, etwa das Definieren von Tabellen und Relationen, codiert werden. Dazu sind aber sicherlich nur erfahrene Programmierer in der Lage.

Darüber hinaus unterstützt Netiva bislang lediglich die Datenbanken "Access" und "Paradox" sowie Text-Dateien. Der Hersteller plant den Support von ODBC- und nativen Treibern für relationale Datenbanken erst für die Folgeversion seines Tools.

Das zweite Netiva-Modul, Server, wird auf dem Web-Server installiert und sorgt dort für die Ausführung und Verteilung der Applets, nachdem ihnen Uniform Resource Locators (URLs) zugewiesen wurden. Weil auch das verteilte Applet noch vom Netiva-Server ausgeführt wird, ist das Verfahren zwar einfach für den Entwickler, scheint aber Performance-Schwächen nach sich zu ziehen.

Eine Fünf-Benutzer-Lizenz von Netiva, das im kommenden Monat auf den Markt gelangen soll, kostet rund 300 Dollar, eine unlimitierte Lizenz 3000 Dollar. Als Entwicklungsplattform kommen Windows-95- und Windows-NT-Rechner in Frage.