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22.10.2004 - 

Analyse

Teure Funketiketten behindern RFID-Trend

Seitdem die Radio Frequency Identification (RFID) zum Trendthema geworden ist, steht die Erwartung im Raum, dass Funketiketten bald billig genug sind, um an jeder zweiten Milchtüte zu kleben. Die Marktforscher von Gartner stellen diese aus Verbrauchersicht wünschenswerte Kostenentwicklung grundsätzlich in Frage. Smarttags für fünf Cent werde es nicht geben.

Gartner-Analyst Stephen Smith warnt davor, die Funktechnik zu stark unter dem Kostenaspekt zu beurteilen. Insbesondere Händler sollten identifizieren, wo sich RFID-basierende Lösungen auf der Basis heutiger Preise sinnvoll einführen ließen. Passive Tags, die ihre Energie zur Datenübertragung aus den empfangenen Funkwellen beziehen, werden derzeit für Beträge zwischen 40 Cent und zehn Dollar produziert. Aktive Etiketten, die eine eigene Batterie besitzen und eine höhere Reichweite haben, sind ab vier bis fünf Dollar zu beziehen, können aber in der Spitze auch mehrere hundert Dollar kosten.

Die Hersteller von Funketiketten kämpfen in der Produktion mit einem Paradoxon: Um die Kosten zu senken, muss die Größe der Chips reduziert werden. Geschieht das, wird die Herstellung komplizierter und damit auch teurer, so dass der Miniaturisierungsvorteil wieder vernichtet wird. Keinem Hersteller sei es bislang gelungen, dieses Problem zu lösen.

Trotzdem glaubt Gartner fest an die Funktechnik: "Die Verwendung von RFID, um in globalen Lieferketten den Datenfluss zu optimieren, könnte eine der wichtigsten Entwicklungen in Unternehmensstrategien sein, seitdem Firmen die Bedeutung des Informationsflusses erkannt haben", meint Smith. "In produzierenden Organisationen können wir ungeheuere Veränderungen erwarten." (Siehe auch Schwerpunkt, Seite 32) (hv)