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07.06.1996 - 

Vizepräsidenten Weber und Mitchell führen die Geschäfte

Texas-Instruments-CEO Junkins erliegt plötzlichem Herzinfarkt

Die Herztattacke kam schnell, ohne Vorwarnung und ereilte Junkins während einer Autofahrt durch Stuttgart, als er sich auf dem Weg zu einem Kundentermin befand. Der Texas-Instruments-Chef, nach offziellen Angaben gesundheitlich fit und ohne vorherige Herzbeschwerden, wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte allerdings nur noch seinen Tod feststellen konnten.

Junkins begann 1959 als einfacher Angestellter seine Karriere bei Texas Instruments und stand seit 1985 als President und CEO an der Spitze des Unternehmens. 1988 erfolgte die zusätzliche Bestellung zum Chairman. Während seiner Amtszeit gelang - trotz weltweit eher gedämpfter Konjunktur und einem dramatischen Preisverfall im Halbleitermarkt - dem texanischen Chip-Spezialisten eine Steigerung des Umsatzes um mehr als das Doppelte, nämlich von sechs Milliarden auf gut 13 Milliarden Dollar. Hinzu kam eine strategische internationale Ausrichtung des Unternehmens, unter anderem in Form eines Joint-ventures im Halbleiter-Bereich mit dem taiwanischen Produzenten Acer.

Trotz der Bestürzung über den plötzlichen Tod Junkins reagierte das Management von Texas Instruments umgehend. Der Board of Directors betraute bis zur Ernennung eines offiziellen Nachfolgers die bisherigen Vizepräsidenten William (Pat) Weber und Bill Mitchell mit der Führung des operativen Geschäfts. Weber darf während dieser Interimszeit den Titel eines sogenannten acting CEO führen und hat bei allen wichtigen Entscheidungen das letzte Wort.

Der 55jährige ist seit 1984 Mitglied des Board of directors von Texas Instruments und gilt unter Insidern auch als der aussichtsreichste Kandidat für eine Nachfolge Junkins. Dies um so mehr, da Weber von 1984 bis 1993 mit Erfolg das schwierige Halbleitergeschäft der Texaner leitete und schon seit längerer Zeit als der starke zweite Mann hinter Junkins galt. Eine gute Außenseiterchance wird aber auch dem 43jährigen "Shooting-Star" des Unternehmens, Thomas Engibous, eingeräumt. Engibous beerbte 1994 Weber als Chef der Halbleiter-Division und bekam 1995 aufgrund der, wie es in einem Bericht des "Wall Street Journal" heißt, guten Ergebnisse einen rekordverdächtigen Bonus in Höhe von einer Million Dollar überwiesen.