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08.02.1991 - 

Nicht gerade ein Paradejahr

Texas Instruments muß für 1990 rote Zahlen ausweisen

DALLAS (CW) - Probleme bei Texas Instruments (TI): Verluste im dritten und vierten Quartal bedeuten für den texanischen Halbleiter-Produzenten auch für das Gesamt-Geschäftsjahr 1990 einen Minusbetrag.

Auf rund 39 Millionen Dollar beläuft sich der Fehlbetrag für das abgelaufene Jahr. Im Vorjahr hatte der Halbleiter-Riese noch einen Gewinn von 292 Millionen Dollar ausweisen können. Dennoch kam der Sturz in die Minuszone nicht überraschend.

Bereits im zweiten Quartal zeichnete sich ab, daß Texas Instruments kein leichtes Geschäftsjahr vor sich haben würde. Allein der Gewinn war - gemessen an der Vorjahresperiode - um knapp 90 Prozent gefallen. Den schwachen Heimmarkt, den rigorosen Preisverfall bei Memory-Chips sowie rückläufige Aufträge für den Geschäftsbereich Verteidigungselektronik konnte TI nicht kompensieren.

Als schließlich im dritten Abschnitt noch Reparaturkosten für eine durch ein Erdbeben ramponierte Chip-Fabrik auf den Philippinen hinzukamen, mußte der Halbleiter-Hersteller erstmals wieder seit mehr als vier Jahren einen Quartalsverlust in Höhe von sieben Millionen Dollar ausweisen. In der Abschlußperiode des Geschäftsjahres 1990 weitete sich der Minusbetrag noch aus.

Maßnahmen zur Kostenreduzierung sowie diverse Abschreibungen bescherten den Texanern eine Belastung von 49 Millionen Dollar, was letztlich zuzüglich der ungünstigen Marktverhältnisse zu einem Fehlbetrag im vierten Quartal von 56 Millionen Dollar und dem Gesamt-Jahresverlust von 39 Millionen Mark führte.

Dunkle Wolken trüben auch bereits die finanziellen Aussichten für das erste Quartal 1991. In einem Gespräch mit amerikanischen Analysten erklärten Unternehmenssprecher, in den kommenden drei Monaten mit einem noch größeren Verlust als im vierten Quartal zu rechnen. Rosigere Zeiten im Halbleitergeschäft sehen die TI-Manager erst für Mitte des Jahres.