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30.06.2000 - 

Geschäft mit mobilen Endgeräten im Visier

Texas Instruments schluckt Burr-Brown

MÜNCHEN (CW) - Im Halbleitermarkt bahnt sich eine der bis dato größten Fusionen an. Texas Instruments (TI) will seinen auf die Fertigung analoger Chips spezialisierten US-Wettbewerber Burr-Brown via Aktientausch im Wert von rund 7,6 Milliarden Dollar übernehmen.

Der Merger, der bereits den Segen der Aufsichtsräte beider Firmen hat und bis Ende des dritten Quartals abgeschlossen sein soll, ist den Angaben zufolge ganz auf den künftigen Wachstumsmarkt M-Commerce ausgerichtet. Mit der Übernahme von Burr-Brown schließe man eine Lücke im eigenen Produktportfolio, heißt es sinngemäß in einer Mitteilung von TI. Der ehemalige Hersteller von Taschenrechnern hat sich in den vergangenen Jahren unter der Führung von CEO und President Tom Engibous zu einem auf so genannte digitale Signal-Prozessoren (DSPs) spezialisierten Halbleiterkonzern gewandelt. DSPs kommen vor allem bei mobilen Rechnern beziehungsweise Handys mit Internet-Zugang zum Einsatz - müssen dabei allerdings noch zusätzlich mit diversen analogen Chips bestückt werden, die TI bisher weitgehend nicht selbst herstellen konnte.

Der Kauf von Burr-Brown ist bereits die dritte Übernahme, die TI in den zurückliegenden zwölf Monaten getätigt hat. Im Oktober und November vergangenen Jahres hatte das Unternehmen die Halbleiterhersteller Unitrode und Power Trends gekauft - beide ebenfalls Spezialisten für analoge Chips im Bereich Stromversorgung beziehungsweise Battery Management.

Nach Angaben von TI soll der Markt für DSPs samt entsprechender Peripheriebausteine allein in diesem Jahr um 25 Prozent wachsen. Bereits 1999 war der weltweite DSP-Absatz um 26 Prozent auf ein Volumen von rund 4,4 Milliarden Dollar geklettert; in diesem Jahr gehen Marktforscher von einem Umsatz der Branche in Höhe von rund 5,8 Milliarden Dollar aus. TI dürfte dabei inoffiziellen Schätzungen zufolge einen Marktanteil von knapp 50 Prozent erreichen.