Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.02.1999 - 

Thema der Woche

Thema der Woche Kein Aldi-Effekt im lokalen Telefongeschäft

Die Weichen für den Wettbewerb im Ortsnetz sind gestellt. Der Regulierer hat nach langem Hickhack das Monatsentgelt für die letzte Meile - sprich das Telekom-Kupferkabel in den Privathaushalt - festgelegt. Damit wurde neben den seit 1998 gültigen Interconnection-Tarifen, die den Mietzins für die Nutzung von Verbindungen der Telekom bei Ferngesprächen regeln, ein weiterer wichtiger Marktparameter definiert. Doch während im Fernbereich die Preise purzelten, ist dieser Effekt im Ortsnetz nicht zu erwarten. Nutznießer werden nur die Verbraucher in Großstädten sein.

Prügel setzte es von allen Seiten. Fehlender Sachverstand, meckerte die Telekom, politische Unabhängigkeit verspielt, schimpften zahlreiche Verbände, das Aus für den Wettbewerb im Ortsbereich, empörten sich die neuen Carrier. Derart ins Kreuzfeuer der Kritik geraten ist die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP). Stein des Anstoßes war ihre Entscheidung, die Monatsgebühr für den sogenannten entbündelten Teilnehmeranschluß (siehe Kasten "Letzte Meile") auf 25,40 Mark festzusetzen. Zu hoch, wettern die Telekom-Konkurrenten über die Gebühr, die sie monatlich je gemietete Kupferdoppelader an den Bonner Ex-Monopolisten überweisen müssen.

Doch auch bei der Telekom gibt es lange Gesichter. Betroffenheit herrschte bei den Bonnern am Tag, als der Regulierer seinen Beschluß verkündete. Der Vorstandsvorsitzende der Telekom, Ron Sommer, ließ verlautbaren, mit der Entscheidung nicht zufrieden zu sein. Schließlich habe sein Unternehmen mit 37,30 Mark (siehe Kasten "Chronologie zum Ortsnetzanschluß") eine deutlich höhere Gebühr für den Teilnehmeranschluß (TAL) gefordert. Die Telekom, so war aus Bonn zu hören, werde die Entscheidung zwar akzeptieren, sei aber gezwungen, zu deren Finanzierung an der Kostenschraube zu drehen.

Nach Ansicht der Wettbewerber ist der Katzenjammer der Telekom nur gespielt: Nach außen zu Tode betrübt, nach innen jedoch himmelhoch jauchzend, so könnte man Arcor, Otelo, Viag Interkom & Co. zufolge die wahre Stimmungslage des Ex-Monopolisten beschreiben. Er sei der Gewinner nach der Entscheidung der Reg TP. Die Newcomer werfen der Behörde vor, ihnen werde mit viel zu hohen Preisen für den Zugang zum Privatkunden das Geschäft im Ortsbereich versalzen.

Die Kritik an der Reg TP, aber auch der Telekom scheint begründet (siehe Kasten "Chronologie zum Ortsnetzanschluß"). Sie wird zumindest durch den über ein Jahr währenden Streit um die TAL- Gebühr untermauert. Die immer wieder geänderten Entgeltforderungen der Telekom lesen sich wie Mathematikübungen eines nicht allzu talentierten Grundschülers. Je nach Gusto präsentierte die Telekom Berechnungen, die zwischen 28,80 Mark und 47,26 Mark schwankten. Das Kuriose: Auf Anhörungsterminen bei der Reg TP unterbot die Telekom in Einzelfällen die Kalkulation der Wettbewerber. Sie lag dabei weit unter der vom Konkurrenzlager geforderten 20-Mark- Grenze. "Die Telekom hat noch nie eine ehrliche Kalkulation auf den Tisch gelegt", ärgert sich deshalb Horst Schäfers, Geschäftsführer des Düsseldorfer City-Carriers Isis Multimedia Net GmbH. "Sie will uns nur für dumm verkaufen."

Doch auch die Reg TP hat an Kredit verloren. Auch sie hatte die Telekom aufgefordert, einen Entgeltantrag unter 20 Mark zu stellen, jetzt aber mit 25,40 Mark deutlich mehr bewilligt. Sie muß sich nun des Vorwurfs erwehren, dem politischen Druck erlegen zu sein. Denn Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hatte nach dem Regierungsantritt immer wieder öffentlich Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit der Telekom geäußert. "Die Gebühren passen doch wunderbar in die Linie der neuen Regierung, die das Monopol der Telekom stärken möchte", wittert Schäfers eine einseitige Parteinahme.

Die Reg TP hat sich ihre Entscheidung jedoch gewiß nicht leicht gemacht. Die Anhebung der TAL-Gebühr über die ursprünglich geforderte 20-Mark-Marke begründet die Behörde glaubhaft mit zusätzlichen, von der Telekom nachgewiesenen Gemeinkosten. Der breite Einstieg der Telekom-Konkurrenz in die Ortsnetze, so Klaus- Dieter Scheurle, Chef der Reg TP, sei auf Grundlage der jetzt beschlossenen Gebühren zwar nicht leicht, aber möglich. Scheurle wie auch sein Stellvertreter Arne Börnsen erwartet nun zumindest den Start des Wettbewerbs in den Ortsnetzen der Ballungsräume.

Damit sind jedoch auch die Verlierer der TAL-Entscheidung genannt. Die Reg TP hat mit ihrem Beschluß einen Graben durch die telefonierende Kundschaft gezogen, denn nur ein Teil der heutigen Telekom-Kunden wird auf absehbare Zeit vom Wettbewerb profitieren können. Freuen kann sich, wer in einer Großstadt lebt und monatlich Telefonate mit einem Gebührenaufkommen von über 100 Mark führt, so eine schnelle Überschlagsrechnung der Isis GmbH. Nur Konsumenten dieser Art sind für die TK-Neueinsteiger lukrativ, denn in den Ballungsräumen lassen sich pro Ortsvermittlungsstelle mehr Anschlüsse einrichten. Das hohe Gebührenaufkommen der Kunden bringt die Investitionskosten der Carrier schneller wieder rein. Schlechte Aussichten, auf absehbare Zeit zu einem günstigen Anbieter wechseln zu können, haben hingegen sparsame Telefonierer mit Analoganschluß in kleinen Gemeinden und Städten sowie ländlichen Gebieten.

Nach Ansicht von Markus Karras, Market Analyst Telekommunikation bei Andersen Consulting, hat die Reg TP versucht, mit ihrer Entscheidung Akzente für die künftige Entwicklung des TK-Marktes zu setzen. "Anreize für Investitionen in Infrastruktur haben Priorität vor kurzfristigen Wettbewerbseffekten", verteidigt Karras den Beschluß der Reg TP.

Das Ziel der Bonner Wettbewerbshüter ist also klar: Die Entwicklung im Fernbereich, wo zahlreiche Anbieter mit lukrativen Call-by-Call-Tarifen ihre Geschäfte machen, ohne selbst nennenswert in Netz- und Vermittlungstechnik zu investieren, soll im Ortsbereich verhindert werden. Diese Kalkulation könnte aufgehen: "Je teurer die TAL-Gebühren sind, desto schneller bauen wir eigene Netze", bestätigt Isis-Chef Schäfers die Rechnung der Reg TP.

Die Behörde forciert mit ihrer Entscheidung außerdem den Konzentrationsprozeß im TK-Markt. Weil der Ortsbereich teuer wird, erlaubt er nur Anbietern mit hoher Investitionsbereitschaft den Zugang. Gleichzeitig schwindet im Fernbereich durch die jüngsten Preissenkungen der finanzielle Spielraum. Reine Reseller, die Ferngespräche ausschließlich über Call-by-Call via Telekom- Leitungen an den Endkunden verkaufen, werden sich vermutlich nur noch begrenzte Zeit über Wasser halten können oder müssen sich mit Partnern zusammenschließen.

"Eine Weile wird die Preistrickserei noch funktionieren", prophezeit Elmar Bille, Senior Con- sultant HMP Teleconsult, Düsseldorf. Der Berater meint damit Anbieter, die mit günstigen Minutenpreisen werben, dabei jedoch lediglich die Taktung ändern.

Meist erweisen sich die Bedingungen, an die solche Billigangebote geknüpft sind, bei der Lektüre des Kleingedruckten als Farce. Wer zum Beispiel in den Genuß des Vier-Pfennig-Tarifs von Mobilcom (22.00 bis 7.00 Uhr) kommen möchte, muß sich zuvor bei den Norddeutschen als Teilnehmer anmelden. Konsumenten, die sich nicht bei den Schleswigern outen, zahlen mit 16 Pfenning pro Minute einen im Vergleich eher teuren Preis. Generell ist die Bereitschaft der Provider gering, die einnahmeträchtigen Tagestarife zu senken.

Überhaupt ist der Börsenüberflieger aus Schleswig das Unternehmen, an dem sich die Gemüter entzünden. "Der Preiskampf, der jetzt stattfindet, ist nicht mehr seriös", kommentiert Isis-Manager Schäfers den Wettlauf um die günstigsten Tarife. Seiner Einschätzung zufolge operiert Mobilcom hart an der Grenze der Selbstkosten und macht damit den Markt kaputt.

Doch der Aldi-Effekt, bei dem die Kontrahenten sich lediglich über Preissenkungen bekriegen und Innovation beim Diensteangebot völlig vernachlässigten, ist ausgereizt. In seltener Einmütigkeit erklärten Mobilcom-Chef Gerhard Schmidt sowie Telekom-Boß Ron Sommer, das Ende der Fahnenstange bei den Tarifen im Fernbereich sei erreicht. Gerade die Gebühren für Tagesgespräche dürften sich kaum noch nach unten bewegen, denn die oft genannten 2,7 Pfennig Interconnection-Gebühr pro Minute sind lediglich ein Durchschnittswert (siehe Grafik "Interconnection"). "Die Luft in diesem Marktsegment ist sehr dünn", weiß auch TK-Experte Bille zu berichten.

Neues Preisgefüge im Fernetzbereich

Verschärfend kommt hinzu, daß die Telekom die geltenden Interconnection-Verträge zum Jahresende gekündigt hat. Sie verlangt rund 30 Prozent Aufschlag auf die derzeit geltenden Tarife. Doch während die Telekom die Mietgebühren im Fernbereich für alle Konkurrenten am liebsten pauschal erhöhen möchte, denkt der Regulierer laut über eine Staffelung nach. Das sogenannte Börnsen-Modell sieht höhere Minutenpreise als bisher für reine Reseller vor, wogegen Anbieter mit eigener Infrastruktur geringere Interconnection-Gebühren zahlen sollen.

Wenn auch vieles am Börnsen-Modell ungeklärt erscheint (etwa die Definition von Reseller und Netzbetreiber), ist doch sicher, daß es im Fernnetzbereich ein neues Preisgefüge geben wird. "Die Hauptaufgabe der Behörde in diesem Jahr wird sein, die ab dem Jahr 2000 gültigen Interconnection-Raten festzulegen", erklärte Harald Dörr, Sprecher der Reg TP. Das werde, so Dörr, jeweils von der Einzelfallprüfung abhängen.

Neue Interconnection-Gebühren, teurer Ortsnetzzugang sowie der Preiskrieg im Fernbereich drücken die Margen der Anbieter. In Zukunft ist deshalb mit Übernahmen, Fusionen und Kooperationen zu rechnen. Der Markt dünnt aus, doch auch "künftig wird es keineswegs nur Anbieter mit eigener Infrastruktur geben", glaubt Karras, "denn der Handel mit Leitungskapazitäten ist für Netzbetreiber attraktiv, um eine optimale Auslastung zu erzielen".

Drei Konzentrationsgründe aus Anbietersicht nennt der Andersen- Consulting-Manager. Zum einen werden sich Unternehmen mit geografisch verteilten Aktivitäten zusammenschließen, also etwa Stadtnetzbetreiber mit nationalen und internationalen Carriern. Des weiteren finden sich Unternehmen, die intensiv in die Infrastruktur investiert haben, mit Anbietern zusammen, die Stärken bei der Vermarktung ihrer Produkte aufweisen.

Schließlich wird es den Trend zum Vollsortimenter geben, bei dem sich Festnetz-, Mobilfunk- und Internet-Anbieter vereinigen. Darüber hinaus wird sich der traditionelle Medien- (TV und Print) mit dem TK-Sektor verzahnen. "Einen guten Angebotsmix können auch Anbieter ohne eigenes Netz erbringen", meint Karras.

Mit der Marktkonzentration geht eine Rückbesinnung auf im vergangenen Jahr völlig in Vergessenheit geratene Qualitäten einher. "Die Anbieter haben bei Services bisher keine Phantasie entwickelt", geht Bille mit den TK-Wettbewerbern hart ins Gericht. Intelligente Netzdienste wie etwa kunden- und nicht anschlußgebundene 0700-Nummern wurden kaum angeboten.

Selbst die Grundvoraussetzungen für einen reibunglosen TK-Betrieb, also etwa Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit, Sicherheit sowie Richtigkeit der Abrechnung und Flexibilität, waren bei vielen der Neueinsteiger keineswegs selbstverständlich. Services gewinnen als Unterscheidungsmerkmal aber in dem Maße an Gewicht, wie der Preis als alleiniger Wettbewerbsfaktor an Bedeutung verliert.

Die Carrier sind dadurch gefordert, innovative Produkte und Ideen zu entwickeln. Ihre eindimensional auf den Preiskampf ausgerichtete Strategie hat sich überlebt. An ihre Stelle muß trotz kommender Neuordnung der Interconnection-Tarife im Fernbereich sowie vermeintlich teurer Rahmenbedingen im Ortsnetz eine Kombination aus zuverlässiger Infrastruktur, neuen Produkten und günstigen Preisen treten.

Gerade im von der Telekom bissig verteidigten Geschäft mit Ortsgesprächen hat die vielgescholtene Reg TP den neuen Carriern ein attraktives Schlupfloch geschaffen. Für die besagten 25,40 Mark TAL-Gebühr pro Monat können sie sich zwei Kupferadern für den Zugang zu den Haushalten mieten. Darüber lassen sich ISDN- Basisanschlüsse realisieren, die derzeit bei der Telekom 44,34 Mark kosten. Schöpfen die neuen Carrier ihre Möglichkeiten im Ortsnetzbereich aus, dürften sie ungeachtet allen Lamentos zu einer unangenehmen Konkurrenz erwachsen. Vielleicht ist die Katerstimmung beim Bonner TK-Riesen angesichts der TAL-Gebühren doch realistisch. Immerhin hat die Telekom Milliardenbeträge in den Ausbau ISDN-fähiger Vermittlungsstellen investiert und sieht diese nun gefährdet. Es könnte also doch etwas mit dem uneingeschränkten TK-Wettbewerb werden, so wie ihn sich die Väter des TK-Gesetzes erhofft haben..

Interconnection

Anhand eines Beispiels läßt sich die Zusammensetzung der Interconnection-Gebühr erläutern: Ein Kunde führt am Tag ein Ferngespräch von München nach Köln über einen Provider, der für Call-by-Call nur einen Switch in Hamburg betreibt. Für den Ortsbereich in München und Köln fallen Gebühren von 1,97 Pfennig pro Minute an sowie für die Strecken München-Hamburg und Hamburg- Köln jeweils 5,14 Pfennig pro Minute. Insgesamt hat der Provider demnach 14,22 Pfenning pro Minute für Interconnection an die Telekom zu entrichten.

Letzte Meile

Beim entbündelten Teilnehmeranschluß handelt es sich um ein zweiadriges Kupferkabel, das von der Vermittlungsstelle der Deutschen Telekom AG in jeden Haushalt reicht. Mit Ausnahme des Ex-Monopolisten verfügt in Deutschland kein Carrier über diese Infrastruktur bis zum Endkunden. Um also im Ortsnetz ebenfalls Dienste anbieten zu können, sind die Wettbewerber der Telekom auf deren Leitungen - sprich den entbündelten Teilnehmeranschluß - angewiesen. Diese Leistung der Telekom beinhaltet lediglich die Vermietung des puren Kabels, nicht aber Services wie Vermittlung, Rechnungsstellung und Inkasso.

Chronologie zum Ortsnetzanschluss

Juni 1997: Der damalige Bundespostminister Wolfgang Bötsch fordert die Telekom auf, eine "prüfungs- und verhandlungsfähige Offerte" für den entbündelten Teilnehmerzugang vorzulegen.

Februar 1998: Die Telekom reicht bei der Regulierungsbehörde (Reg TP) einen Antrag ein, der eine Monatsgebühr von 28,80 Mark vorsieht.

März 1998: Die Beschlußkammer der Reg TP lehnt den Antrag der Telekom ab. Sie setzt bis zur endgültigen Genehmigung ein Entgelt von 20,65 Mark fest.

Juni 1998: Die Telekom reicht einen neu- en Antrag ein, der mit 47,26 Mark dra- stisch über ihrer ursprünglichen Forderung liegt.

Juli 1998: Der eingereichte Antrag wird von der Telekom überraschend zurückgezogen. Hinter dieser Aktion steckt jedoch keine neue Kostenrechnung, sondern ein Kuhhandel mit der Reg TP. Die Behörde hätte laut Gesetz Mitte August über den Juni-Antrag der Telekom entscheiden müssen. Durch deren Scheinrückzug gewinnt sie Zeit.

September 1998: Die Telekom stellt erneut einen Antrag auf 47,26 Mark. Die Reg TP kündigt ihren endgültigen Tarifbeschluß über den entbündelten Teilnehmeranschluß für den 30. November 1998 an.

November 1998: Der Druck auf die Reg TP seitens der Telekom, ihrer Wettbewerber, aber auch der Regierung wächst. Am 27. November revidiert die Telekom auf Empfehlung von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller ihren Antrag erneut. Die Entscheidung wird zum Ärger der Wettbewerber auf den 30. April 1999 vertagt.

Dezember 1998: Es wird bekannt, daß die Reg TP das Entgelt auf 23,20 Mark festgelegt hätte.

Januar 1999: Die Telekom reicht einen neuen Antrag auf ein Monatsentgelt von 37,30 Mark ein. Laut TK-Gesetz muß bis zur Entscheidung der Reg TP eine Frist von mindestens zehn Wochen verstreichen. Das Verwaltungsgericht Köln verpflichtet die Reg TP jedoch aufgrund einer Klage von Mannesmann Arcor, die Entscheidung bereits am 8. Februar 1999 zu treffen.

Februar 1999: Die Reg TP legt die Gebühr für den Teilnehmeranschluß bis zum März 2001 auf 25,40 Mark fest und rechtfertigt die Erhöhung des Tarifs gegenüber November mit zusätzlichen Gemeinkosten, die von der Telekom geltend gemacht wurden.

Teilnehmeranschluss

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) hat den monatlichen Mietpreis für die Kupferdoppelader auf 25,40 Mark festgelegt. Hinzu gesellen sich folgende einmaligen Entgelte:

- 196,55 Mark für die Neuschaltung ohne Montagearbeiten,

- 337,17 Mark für die Neuschaltung mit Montagearbeiten,

- 191,64 Mark für die Umschaltung ohne Montagearbeiten,

- 241,31 Mark für die Umschaltung mit Montagearbeiten.

Gibt ein Carrier den Anschluß auf, etwa weil der Kunde gekündigt hat, fällt nochmals eine Gebühr von 107,70 Mark an.