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31.03.1995

Thema der Woche/Kleiner Widerspruch

Der SAP-Vorstandsvorsitzende Dietmar Hopp gehoerte in der letzten Zeit zu den deutschen Unternehmerpersoenlichkeiten mit der groessten Praesenz in den Medien. Insbesondere bei den grossen, auflagenstarken Zeitschriften war seine Meinung gefragt. Fuehrungskraefte, die sich oeffentlich aeussern, muessen sich an ihren Worten messen lassen. In frueheren Ausgaben der CW ist nachzulesen, was Hopp gesagt hat, als SAP von der deutschen Wirtschaftspresse noch nicht als "Superstar" gefeiert wurde.

Dazu zwei Beispiele. Erstens: Hopp stellte sich auf dem Hochschultag 1994 der Fachhochschule Karlsruhe vor Studenten als Mann der mutigen, einsamen Entschluesse dar. Zitat, nachgedruckt in der CW Nr. 7 vom 17. Februar 1995: "Wir [haben] bereits 1987 den Entschluss gefasst, eine neue SAP-Produktgeneration auf Basis des Unix-Betriebssystems zu entwickeln. Das war ein sehr unbequemer Entschluss, denn er implizierte ein hohes finanzielles Risiko einerseits und ein hohes Erfolgsrisiko andererseits, weil 1987 niemand wissen konnte, wie sich der Unix-Markt entwickeln wird."

Zweitens: In der CW Nr. 47 vom 20. November 1987 berichteten wir unter dem Titel "Unix vor SAA - SAP aendert Softwarestrategie" ueber vermeintliche Querelen zwischen IBM und SAP in bezug auf SAA und die Rolle von Unix. Darauf erhielt die CW von Hopp einen Leserbrief, der in der CW Nr. 48 vom 27. November 1987 abgedruckt wurde. Der SAP-Chef schrieb: "Die CW erzeugt mit Ueberschrift, Untertitel und Fettgedrucktem einen falschen Eindruck: Von einem Misstrauen gegenueber der Informationspolitik des Marktfuehrers (IBM, nachtraeglich eingefuegt) war nicht die Rede. Wir haben auch nicht unsere Softwarestrategie geaendert und stellen Unix nicht vor SAA. Wir bedauern, dass diesmal die SAP dazu benutzt wurde, die IBM anzugreifen, und distanzieren uns davon."