Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

23.12.1998 - 

Kommentar

Theorie und Praxis

Theoretisch zielt IBMs einheitliche Server-Strategie in die richtige Richtung. Unternehmen wollen keine Maschinen kaufen, sondern in erster Linie bestimmte Anwendungen installieren, beispielsweise SAPs R/3. Die Entscheidung für die passende Hardwareplattform fällt - sofern nicht ohnehin schon durch die bestehende Softwarelandschaft vorgegeben - meist erst danach. In dieser Situation soll den Kunden Big Blues künftig eine Art Allround-Berater zur Seite stehen - mit umfassenden Kenntnissen der unterschiedlichen Server-Plattformen.

In der Praxis stellt sich dieses Vorhaben nicht ganz so einfach dar. Der Meta-Group-Anaylst Andreas Zilch weist zu Recht darauf hin, daß Vertriebsbeauftragte naturgemäß versuchen, die Produkte mit der höchsten Gewinnmarge an den Mann zu bringen. Angesichts der wachsenden Komplexität der Rechner ist es zudem selbst für ambitionierte Berater ein hartes Stück Arbeit, die nötigen übergreifenden Kenntnisse zu erwerben. Noch gravierender dürfte sich die Tatsache auswirken, daß jeder Verkäufer eine Vergangenheit in einer bestimmten Systemwelt hat. "Wer 20 Jahre lang AS/400 oder AIX verkauft hat, wird nicht von heute auf morgen neutral sein", meint Zilch dazu. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, daß bei der IBM in puncto Server-Strategie noch große Lücken zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffen.