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31.05.1991 - 

IDC sieht stagnierende Umsätze und sinkende Margen

Third-Party-Maintenance ist für die Anbieter kein Geschäft mehr

MÜNCHEN (CW) - während das Softwaregeschäft immer noch grünt und der Service-Sektor mit Angeboten wie Professional Services und Systemintegration neue, bunte Blüten treibt, stirbt die Branche der Third Party Maintenance (TPM) langsam ab. Zu diesem Schluß kam jetzt die IDC Deutschland GmbH, Kronberg.

Die TPM-Anbieter haben sich gegen das herstellereigene Wartungsangebot zum Teil durch bessere Leistungen, vor allem aber über die günstigeren Preise durchgesetzt. Diesen harten Wettbewerb konnten die kleineren Unternehmen nicht überleben. Zwar wird die Hardware-Wartung als Dienstleistung immer noch nachgefragt, doch die Gewinnmargen schrumpfen zusehends. Zudem wirken sich laut IDC die schlechte Konjunkturlage und die stagnierenden Hardware-Umsätze, aber auch die Zuverlässigkeit der modernen Hardwaresysteme negativ auf das Wartungsgeschäft aus.

Infolgedessen, so die Marktbeobachter, flacht die Wachstumskurve in diesem Marktsegment schneller ab als bislang prognostiziert. In den vergangenen zwei Jahren habe die jährliche Umsatzsteigerung bei den kleinen Rechnersystemen lediglich 3,1 Prozent betragen; bei den mittleren und größeren Systemen sei sie sogar noch etwas geringer gewesen.

Trend zum Downsizing

1989 setzten die europäischen Anbieter nach IDC-Angaben 19 Milliarden Mark mit der Hardwarewartung um; für 1993 prognostizieren die Kronberger ein Marktvolumen von 28 Milliarden Mark.

Der Stagnation im TPM-Markt steht allerdings eine erhöhte Nachfrage in anderen Service-Bereichen gegenüber. Vor allem der Trend zum sogenannten Downsizing bringt einen steigenden Bedarf für Consulting-Leistungen, System- und Netzwerkanalyse sowie Netzverwaltungsdienste mit sich. Als Indiz für die Veränderungen des Service-Marktes werten die Marktbeobachter die Tatsache, daß im vergangenen Jahr sowohl die IBM als auch Digital Equipment ihre Dienstleistungs-Abteilungen umstrukturiert haben. Ursache dieser Neuorientierung sei der Wachstumsrückgang bei den traditionellen Service-Produkten.

Die IBM verbuchte 1990 Gesamteinnahmen in Höhe von 69 Milliarden Dollar, von denen 11,3 Milliarden oder 16 Prozent aus dem Service-Bereich stammen. Obwohl der Dienstleistungssektor nach Ansicht von Branchenbeobachtern immer mehr Bedeutung erhält, konnte der Branchenprimus den dort erzielten Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr nicht steigern. Auch die Service-Divisions von Digital Equipment, Hewlett-Packard und Unisys verzeichneten im vergangenen Jahr kaum relatives Wachstum.

Die Umstrukturierungen bei IBM und DEC zielten auf eine größere Flexibilität der jeweiligen Service-Organisation sowie auf mehr Kundennähe. Während IBM dazu die Verantwortlichkeit dezentralisierte, faßte DEC die Geschäftsbereiche EIS und Customer Services zu einer Division mit der Bezeichung Corporate Services zusammen.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, so der Rat der Analysten, werden die Anbieter "schlüsselfertige Generallösungen" offerieren müssen. Wichtig seien zudem die Fähigkeit zur Unterstützung von Multivendor-Umgebungen sowie gute Kenntnisse der verschiedenen Anwedungsbereiche in den Kundenunternehmen. Und last but not least könnten die Dienstleister aufgrund ihrer begrenzten Ressourcen nurmehr mit Hilfe von strategischen Allianzen ein breites Service-Spektrum anbieten. +