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22.05.1992 - 

LSI Logic schon mit der Behörde einig

Thüringen und Treuhand wollen Erfurt zum Chip-Zentrum machen

ERFURT (vwd) - Das frühere Erfurter Mikroelektronik-Kombinat soll zum Kristallisationskern für High-Tech-Unternehmen werden. Das ist das Ziel des Landes Thüringen. Für den Anfang steige die amerikanische LSI Logic Corp. bei der Erfurter Mikroelektronik und Technologie GmbH (MTG) ein, wodurch die Chip-Fertigung erhalten werden könne, hieß es.

Der kalifornische Chip-Hersteller hat sich mit der Treuhandanstalt darauf geeinigt, 19,8 Prozent der MTG-Anteile zu erwerben; die Mehrheit übernimmt nach Angaben von Stefan Feuerstein, Geschäftsführer der Thüringer Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft, das Land. Das entsprechende Verhandlungsergebnis mit der Treuhand müsse jedoch noch von der Regierung gebilligt werden.

Das MTG-Kerngeschäft soll erhalten bleiben: In einer der drei Erfurter Halbleiter-Fabriken will LSI Logic die technischen Voraussetzungen für eine ASIC-Fertigung schaffen, woran sich laut Feuerstein die Treuhand mit einer Investitionszulage von 125 Millionen Mark beteiligen will.

Weitere Interessenten sollen mit der Treuhandanstalt bereits in Verhandlungen stehen, dabei soll es unter anderem um eine weitere Chip-Fabrik gehen 500 von derzeit insgesamt 1750 Mitarbeitern der MTG sollen einmal in der Halbleiter-Fertigung beschäftigt sein. Der Rechtsvorgänger des Mikroelektronik-Betriebes hatte zu DDR-Zeiten 9000 Mitarbeiter.