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29.03.1996 - 

Neue Gesellschaft fuer Call-Center vorgestellt

Thyssen Telecom will sich als Serviceanbieter positionieren

"Wir sehen momentan keinen akuten Handlungsbedarf, uns unter die Fittiche einer der grossen Allianzen zu begeben", entgegnete Hans-Peter Kohlhammer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Thyssen Telecom AG, auf der CeBIT der vereinzelt laut gewordenen Kritik am Kurs seines Unternehmens. Die Duesseldorfer haben momentan fuer den Geschmack vieler Zeitgenossen im Rennen um eine gute Ausgangsposition fuer die Zeit ab dem 1. Januar 1998 etwas an Boden verloren. Nach wie vor fehlt Thyssen Telecom, so Analysten, vor allem fuer den geplanten Einstieg in den Telefon-Massenmarkt ein internationaler Partner grossen Kalibers sowie ein hinreichender Bestand an eigener Netzkapazitaet.

<H4>Thyssen-Tochter Xtend soll Loesungen komplettieren</H4>

Im ab Juli dieses Jahres offenen deutschen respektive europaeischen Markt fuer Netzinfrastruktur spiele es keine Rolle mehr, ob man "Darkfiber besitzt oder anmietet", erklaerte dagegen Kohlhammer. Die einzelnen Unternehmen von Thyssen Telecom konzentrieren sich ihm zufolge vielmehr darauf, mit intelligenter Vermittlungstechnik und Systemsoftware kundennahe Services sowohl im Sprach- als auch im Datenbereich zu generieren. Spekulationen, wonach sich Thyssen Telecom doch noch der Allianz Viag/BT/RWE anschliessen wird, wollte Kohlhammer ueber sein Eingangs-Statement hinaus nicht kommentieren. Gleiches gilt fuer die Bewerbung um die Beteiligung an der Bahn- Telecom-Tochter DB-Kom, wo die Duesseldorfer Geruechten zufolge nach wie vor der aussichtsreichste Kandidat sind.

Als juengstes Mitglied der Thyssen-Telecom-Familie praesentierte Kohlhammer in Hannover die Dialok Global Network Marketing GmbH, die in Essen mit rund 70 Mitarbeitern ein Call-Center betreibt. Thyssen Telecom haelt an dieser Gesellschaft 90 Prozent der Anteile, zehn Prozent liegen in der Hand eines Geschaeftsfuehrers. Dialok soll als externer Dienstleister mit einer breiten Palette von Telefon-Dienstleistungen zum Beispiel die Bestellannahme fuer Versandhaeuser, TV-Response bei Werbekampagnen, Service-Hotlines bei Produkteinfuehrungen, aber auch gezielte Massnahmen in Sachen Marktforschung sowie deren Dokumentation anbieten.

Zielgruppe der neuen Gesellschaft sind Grosskunden, aber auch Kleinunternehmen und Privatleute. Komplettiert werden soll das Dienste-Portfolio von Dialok durch eine Kooperation mit der Thyssen-Telecom-Tochter Xtend, bei der die Entwicklung von kompletten Organisationsloesungen im Vordergrund steht. Gedacht ist dabei in erster Linie an die Automatisierung von Bestell- und Bearbeitungsvorgaengen sowie Lagerverwaltung und Versand inklusive spezieller Info-Services wie Voice-Mail und Fax on demand.

Zudem bietet der Netzbetreiber Plusnet als weitere Tochter der Duesseldorfer ab sofort das sogenannte Plusnet Service Number Routing an. Dafuer stellt der private Carrier seiner Kundschaft zu laut Thyssen Telecom guenstigen Konditionen die fuer Anrufer kostenfreien 0130- und 0180-Nummernbloecke zur Verfuegung. Auch dieser Service wird, wie es in Hannover hiess, in enger Kooperation mit der bereits erwaehnten Dialok GmbH durchgefuehrt.