Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


16.09.2010

ThyssenKrupp einigt sich mit Griechenland über Verkauf von HSY

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat sich mit Griechenland über den Verkauf der griechischen Werft Hellenic Shipyards (HSY) geeinigt. Wie die ThyssenKrupp AG am Donnerstagabend mitteilte, haben ThyssenKrupp Marine Systems, Abu Dhabi MAR und die griechische Regierung Einigkeit über die Vertragstexte zur Umsetzung des Rahmenabkommens von Mitte März erzielt.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat sich mit Griechenland über den Verkauf der griechischen Werft Hellenic Shipyards (HSY) geeinigt. Wie die ThyssenKrupp AG am Donnerstagabend mitteilte, haben ThyssenKrupp Marine Systems, Abu Dhabi MAR und die griechische Regierung Einigkeit über die Vertragstexte zur Umsetzung des Rahmenabkommens von Mitte März erzielt.

Eine Sprecherin von ThyssenKrupp sagte zu Dow Jones, dass das Rahmenabkommen nun vertraglich ausformuliert worden sei. Demnach verpflichtet sich Griechenland zur Abnahme der vier bestellten U-Boote und zur Zahlung von rund 320 Mio EUR. Desweiteren sei statt der ursprünglich vorgesehenen Modernisierung zweier alter Boote die Bestellung zweier neuer vereinbart worden, ergänzte sie. Die Kosten dafür bezifferte das griechische Verteidigungsministerium auf 175 Mio EUR.

ThyssenKrupp kann damit wie vereinbart 75,1% von HSY an Abu Dhabi MAR abgeben, sofern der Vertrag die parlamentarische Zustimmung erreicht. Im nächsten Schritt muss der Vertrag im griechischen Parlament ratifiziert und von den Vertragsparteien unterschrieben werden. "Ziel ist es, für die Werft eine langfristige Beschäftigungsperspektive zu schaffen", sagte Hans Christoph Atzpodien, Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp Marine Systems AG.

Die ThyssenKrupp-Schiffbautochter hatte die staatliche HSY 2002 übernommen, nachdem Griechenland die Werft mit dem Bau von vier U-Booten beauftragt hatte. Wegen angeblicher Technikmängel hat die Regierung die Abnahme der Boote jedoch verweigert. Die Außenstände summieren sich deshalb auf 524 Mio EUR. Im März hatte sich der DAX-Konzern aber mit der griechischen Regierung auf eine Lösung verständigt.

Abu Dhabi MAR übernimmt von ThyssenKrupp zudem die Hamburger Werft Blohm + Voss sowie den zivilen Schiffbau in Kiel. Im Fregattenbau wollen beide Unternehmen ein Joint Venture gründen.

Webseite: www.thyssenkrupp.com DJG/brb/mmr/kla

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.