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28.09.2009

ThyssenKrupp gibt HDW-Gaarden nicht an Rönner-Gruppe - IG Metall

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der ThyssenKrupp-Konzern trennt sich nach Gewerkschaftsangaben wie erwartet von den Nordseewerken Emden. Dagegen ist der geplante Verkauf von HDW-Gaarden in Kiel an die Heinrich-Rönner-Gruppe vom Tisch, wie die IG Metall Küste nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der Schiffbausparte ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) am Montagabend mitteilte.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der ThyssenKrupp-Konzern trennt sich nach Gewerkschaftsangaben wie erwartet von den Nordseewerken Emden. Dagegen ist der geplante Verkauf von HDW-Gaarden in Kiel an die Heinrich-Rönner-Gruppe vom Tisch, wie die IG Metall Küste nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der Schiffbausparte ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) am Montagabend mitteilte.

Für den unter HDW-Gaarden firmierenden Containerschiffbau der Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) wurde laut Gewerkschaft der Verkauf an die Heinrich-Rönner-Gruppe vom Aufsichtsrat abgelehnt. Hier habe es auch auf Arbeitgeberseite Kritik an dem Konzept gegeben, sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Heino Bade. Allerdings suche TKMS weiter nach Partnern für den Standort.

Mitte dieses Monats war bekannt geworden, dass HDW-Gaarden an die mittelständische Heinrich-Rönner-Gruppe gehen soll. Damals hatte es geheißen, die Gespräche stünden kurz vor dem Abschluss.

Das Kontrollgremium hat den weiteren Angaben zufolge dem Verkauf der Nordseewerke an die SIAG Schaaf Industrie AG zugestimmt. Anfang September hatte der DAX-Konzern mitgeteilt, dass der Großteil der Beschäftigten in Emden von SIAG übernommen werden soll. Das Unternehmen will an dem Standort künftig Komponenten für Windkraftanlagen herstellen.

Bade sagte, dass die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat den Verkauf geschlossen abgelehnt hätten. Der Vorsitzende des Kontrollgremiums habe allerdings sein Doppelstimmrecht genutzt. Ein Sprecher von TKMS wollte die Gewerkschaftsangaben nicht kommentieren. Er verwies auf eine für Dienstag geplante Pressemitteilung des in Duisburg und Essen ansässigen Industriekonzerns.

Die Probleme des zivilen Schiffbaus haben zuletzt stark zugenommen und die ThyssenKrupp AG zum schnellen Handeln genötigt. Im Zuge der Wirtschaftskrise ist das weltweite Handelsvolumen stark zurückgegangen, was auch den Bedarf nach neuen Schiffen reduziert hat. Deren Zahl war in den Jahren bis zum Einbruch stark gestiegen, die zuletzt erteilten Aufträge wurden dann teils mitten im Bau noch storniert, um keine Investitionswracks zu schaffen.

ThyssenKrupp ist hart von der Wirtschaftskrise getroffen. Bis auf die Aufzugsparte schreiben alle Bereiche Verluste. Die "Financial Times Deutschland" bezifferte den Fehlbetrag des laufenden Geschäftsjahres allein beim Schiffbau auf 500 Mio EUR. Insgesamt steuert der Konzern wohl auf ein Minus von fast 2 Mrd EUR zu.

Webseite: www.igmetall-kueste.de www.thyssenkrupp-marinesystems.de -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires; +49 (0) 211 13 87 214; martin.rapp@dowjones.com DJG/mmr/ros Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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