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24.05.2007

Tibco unterstützt BPMN-Standard

"Tibco One" verfolgt die einheitliche Bedienung der Produkte des Herstellers.

Modellierungsumgebung für die Entwicklung ausführbarer Geschäftsprozessmodelle. Es soll laut Tibco die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Fach- und IT-Anwendern gewährleisten. Zu den dafür im Update 2.0 vorgenommenen Erweiterungen zählt die vollständige Unterstützung der Business Process Modeling Notation 1.0 (BPMN) sowie der XML Process Definition Language (XPDL), so dass die erstellten Modelle von zahlreichen Anwendern und Tools genutzt beziehungsweise implementiert werden können. Zur vereinfachten Konzepterstellung sowie zum Austausch der zu einem Geschäftsprozess gehörenden Daten lassen sich Datendomänen per Drag and Drop aus einer UML-Palette (UML = Unified Modeling Language) modellieren. Ferner hat Tibco ein System zur Versionskontrolle eingeführt, so dass unternehmensweit und standortunabhängig an ein und demselben Geschäftsprozessmodell gearbeitet werden kann. Außerdem lassen sich nun Geschäftsprozesse, die mit Hilfe anderer Tools wie Visio oder Aris modelliert wurden, importieren. Erweiterte Berichtsfunktionen, die eine individuelle Analyse von Schlüsselkennzahlen erlauben, runden die Neuheiten im Update ab.

Predictive Business

Für 195 Millionen Dollar will Tibco den US-amerikanischen Business-Intelligence-Spezialisten Spotfire übernehmen. Dessen "Enterprise-Analytics"-Plattform verfolge einen interaktiven, visuellen Ansatz zur Datenanalyse und sei deshalb für ein breites Spektrum von Fachanwendern geeignet, heißt es bei Tibco. In Kombination mit Tibcos Echtzeit-Infrastruktur soll so eine neue Lösung für das "Predictive Business" entstehen.

Business Studio soll künftig als einheitliche Entwicklungsumgebung beziehungsweise Prozessmodellierungs-Plattform für alle Produktlinien des Herstellers fungieren. Die Tools bilden damit den Auftakt für Tibco One, das als strategisches Projekt die engere Verknüpfung der Infrastrukturlösungen zum Ziel hat. Denn rund 80 Prozent der Tibco-Offerten haben in irgendeiner Form mit Business-Process-Management (BPM) oder Service-orientierten Architekturen (SOA) zu tun, verwenden aber unterschiedliche Prozess- und Integrations-Engines. Hierzu zählen unter anderem eine mit der Firma Staffware übernommene Workflow-Engine als BPM-Lösung, die für das Management von Softwareservices aufgesetzte SOA-Plattform "Active Matrix", der Enterprise Service Bus (ESB) "Businessworks" sowie diverse Adapter für Enterprise Application Integration (EAI).

Tibco One wird hier als gemeinsamer Container beziehungsweise Framework für die Produkte positioniert. Zur Konsolidierung konzentriert sich der Hersteller zunächst auf die Benutzerschnittstelle, die in den kommenden zwölf bis 15 Monaten vereinheitlichen will. Ein gemeinsames User Interface (UI) soll es zunächst für Active Matrix, Businessworks und die Verwendung der EAI-Adapter geben. In einer zweiten Phase folgen die Messaging-Produkte, das Master-Data-Management sowie die Engines zur ereignis- und regelgestützten Prozesssteuerung. Schließlich will der Hersteller die UI-Konvergenz noch auf seine Mainframe-Angebote ausdehnen. (ue)