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05.07.1996

Ticker/"Hector hat gekniffen"

... titelte die "Börsenzeitung" vergangene Woche. Die Rede ist von der Hauptversammlung der SAP AG, der Hans-Werner Hector fernblieb und auf der es daher nicht zum erwarteten öffentlichen Schlagabtausch zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsratsmitglied gekommen ist. Hector, einer der Mitbegründer des Unternehmens und langjähriges Vorstandsmitglied, hatte bekanntlich vor kurzem einen Großteil seiner Anteile von rund 15 Prozent inklusive der entsprechenden Stimmrechte an einen britischen Trust veräußert und damit gegen einen zwischen den vier Unternehmensgründern abgeschlossenen Konsortialvertrag verstoßen. SAP-Vorstandsvorsitzender Dietmar Hopp hatte daraufhin Hector öffentlich aufgefordert, sein Aufsichtsratsmandat niederzulegen.

Unterdessen scheint man aber bei den Walldorfern wieder zur Tagesordnung überzugehen. Ein Teil der Hector-Papiere wurde mittlerweile von dem britischen Trust - ohne negative Effekte für den Kurs der SAP-Aktie - an institutionelle Anleger veräußert. Im Falle Hector wird sich der Aufsichtsrat um eine "gütliche Einigung" bemühen, hieß es. SAP-Chef Hopp bekräftigte vor den Aktionären erneut die Absicht, die Standardsoftware R/3 weiterzuentwickeln und unter anderem an die Internet-Anforderungen anzupassen. Gleichzeitig wurden auch die Prognosen für 1996 untermauert. Danach wird - nach einer Umsatzsteigerung im Vorjahr von 47 Prozent auf 2,7 Milliarden Mark - ein weiteres Wachstum von 40 Prozent erwartet.