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14.11.1975 - 

WWK Lebensversicherung AG, München

"Time" mißt Produktivität und Kosten

"Für das Job Accounting sind wir immer noch auf der Suche nach geeigneten Methoden, da wir demnächst auch mit Datenfernübertragung arbeiten werden. Denn Job Accounting - meinen wir - macht sich bezahlt."

MÜNCHEN - Wir haben auf dem Markt kein geeignetes, für unsere Verhältnisse passendes Software-Paket finden können. Daher haben wir uns selbst ein Programm erstellt, "Time" genannt, das unterschiedliche Messungen erlaubt. Sie beginnen bei der Erfassung. Bei der Verfahrensentwicklung, bei der Betriebs-Organisation und dem Rechenzentrum liegen Erfassungsbogen auf, in denen Angaben eingetragen werden wie Programmnummer, Projekt-Nummer, Mitarbeiter-Definition oder Schicht-Team-Nummer. Beim Rechenzentrum werden auch Fehler definiert, die Ursache eines Zusammenbruchs waren.

Die Zeiten werden festgehalten und die Art der Arbeiten, die an der Maschine durchgeführt wurden, teils Test-, teils effektiver Betrieb oder Programmwiederholungen. Aus diesen Daten können die unterschiedlichsten Auswertungen "gefahren" werden wobei wir in jedem Programm tabellarisch einen bestimmten Schlüssel haben, für welchen internen Sektor es gearbeitet hat. Zum Beispiel kann das Programm zu 50 Prozent: für die Verwaltung, zu 25 Prozent für Inkasso und zu 25 Prozent für Leistungsauszahlung tätig gewesen sein. Jedes Programm hat einen derartigen Schlüssel, so daß wir am Ende des Jahres über diese Schlüssel den gesamten Maschinenaufwand auflisten und der Finanzbuchhaltung aufgeben können, wie sich die Kosten auf die G & V verteilen. Das gilt sowohl für die Maschinenzeiten als auch für die Zeiten, die für die Verfahrenentwicklung an Projekten gearbeitet wird.

Auch hier können wir wieder unterschiedliche Auswertungen fahren, z. B. für das Projekt X haben wir Fünf-Mann-Monate gearbeitet. Zudem können wir uns sämtliche Fehler ausdrukken lassen, wir können sagen, welche Tätigkeiten der einzelne Mitarbeiter in der jeweiligen Periode verrichtet hat, mit welchen Programmen und Projekten er sich beschäftigt hat, und wir können dabei auch feststellen, war er während Testzeiten oder echter Verarbeitung tätig.

So können wir auch die Maschinenzeiten im Rechenzentrum nachweisen, d. h. nach Effektivzeiten, Testzeiten, etc. und Störungen. Dabei ermitteln wir dann die gesamte Programmlaufzeit. Wir haben auf der anderen Seite durch das Ablesen der Maschinenbeanspruchung ein Zugriff darauf, wie lange die Maschine beansprucht war und den Gewinn, der durch das Multiprogramming erzielt wurde.

Alle Zeiten werden in eine Grafik eingetragen und man kann sehen, wie stark die Maschinenbeanspruchung steigt. Dadurch haben wir auch herausgefunden, wann von der Maschinenseite her etwas getan werden muß: Zum Beispiel den Speicher erweitern oder zusätzliche Plattenstationen anzuschaffen, oder - wie es im vergangenen Jahr der Fall war - eine zweite Maschine.

Wolfgang Inderfurth ist Direktor der Abteilungen EDV und Betriebsverwaltung der WWK Lebensversicherung, München.