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Verkaufserträge insgesamt eine Milliarde Dollar


11.10.1991 - 

Timeplex und Rüstungssparte reduzieren Unisys-Schulden

BLUE BELL (CW) - Die Unisys Corp. hat ihre Netze-Tochter Timeplex endlich unter die Haube gebracht: Nach einigen Verzögerungen wurden die Kaufverträge jetzt unterzeichnet, und zwar mit der schweizerischen Ascom Holding AG. Auch das Rüstungsgeschäft wird wohl endgültig abgetrennt und separat weitergeführt.

Der Timeplex-Deal war ursprünglich von Ascom zusammen mit der südafrikanischen Mercedes Information Technology geplant und verfolgt worden; kurz vor Abschluß jedoch sprangen die Südafrikaner ab. Ascom zahlt jetzt allein 207 Millionen Dollar für den Gesamtbesitz an Timeplex.

Nach den ersten sechs Monaten erwartet der Netztechnik-Anbieter ein Umsatzwachstum für 1991 von über zehn Prozent, obwohl das Geschäft in der Region Europa/Afrika stagnierte. Im Jahr zuvor hatte die Zunahme noch 20 Prozent betragen. Timeplex hält nach eigener Darstellung einen Anteil am Weltmarkt für E1- und T1-Multiplexer von 27 Prozent: im LAN-Geschäft will man bis Jahresende sieben Prozent erreichen. In Deutschland wird Timeplex von der Dietzenbacher Controlware GmbH vertreten.

Seit längerem im Gespräch, nimmt nun offenbar auch die Abtrennung der Rüstungssparte von Unisys Gestalt an. Die Geschäftseinheit, die zuletzt Jahresumsätze von zirka zwei Milliarden Dollar generiertes soll separiert und unter dem Namen "Paramax" an der Börse eingeführt werden. Das melden amerikanische Wirtschaftsblätter. Durch die Aktienausgabe - vorbehaltlich der Zustimmung der US-Behörden - hofft der noch mit nahezu vier Milliarden Dollar verschuldete Computerkonzern 400 bis 500 Millionen Dollar in die Kassen zu bekommen. Zusätzlich sieht Unisys der Rückzahlung von über 300 Millionen Dollar in bar von Paramax entgegen, die die Rüstungstochter ihrem Mutterunternehmen schuldet.