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30.10.1998 - 

Finden System-Management und Verzeichnisdienste zusammen?

Tivoli und Novell verhandeln über eine Kooperation

Nur spärliche Informationen fließen aus den beteiligten Unternehmen in die Öffentlichkeit. Keine offizielle Stelle bestätigte die Gespräche, doch Insider beider Unternehmen verrieten der amerikanischen CW-Schwesterpublikation "Network World", eine Ankündigung werde in den nächsten Wochen erfolgen.

"Stellen Sie sich vor, wie einfach das System-Management wird, wenn Informationen über Geräte und Software-Agenten sowie Alarmmeldungen an einem zentralen Ort gespeichert werden", rührte Chris Stone, der bei Novell als Vice-President die strategischen Partnerschaften pflegt, die Werbetrommel für die NDS. Zu Verhandlungen mit Tivoli wollte er sich jedoch nicht äußern.

So bleibt die Intention der beiden Anbieter zunächst verborgen. Die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß. Sie reicht von der Ablösung der Tivoli-eigenen zentralen Metadatenbank bis hin zur Verwaltung von NDS-Benutzern mit Hilfe der System-Management-Plattform TES (vormals Tivoli Management Enviroment 10 = TME 10). "Tivoli hat ein eigenes objektorientiertes Repository. Das werden sie garantiert nicht abschaffen", mutmaßt Michael Santifaller, Geschäftsführer der Santix Software GmbH in Unterschleißheim.

Dabei wäre die Integration beider Dienste durchaus lohnenswert. Verzeichnisdienste fungieren als zentrale Datenbasis, in der sich etwa Benutzerdaten oder Konfigurationsinformationen hinterlegen lassen. Anders als die Tivoli-eigene Metadatenbank, die diese Daten an die angebundenen Systeme verteilt, holen sich die angeschlossenen Clients in einer Directory-Service-Umgebung bei Bedarf die Daten dynamisch ab. "Der Ansatz ist wesentlich besser skalierbar. Tivoli könnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn es beide Möglichkeiten anbietet", meinte Santifaller.

Doch für eine eindeutige Einordnung der möglichen Kooperation fehlen bislang die Informationen. Eine klare Absage erhielt Novell dagegen vom Tivoli-Konkurrenten Computer Associates (CA). Die Netzwerker scheinen mit zu hohen Forderungen in die Gespräche mit CA eingestiegen zu sein. "Wir haben unser eigenes Repository und können unseren Kunden kaum vorschreiben, statt dessen künftig die NDS einzusetzen", begründete Yogesh Gupta, CAs Vice-President für Marketing, das Ende der Gespräche. Nun wollen die Partner sich darauf beschränken, für Unicenter bessere Anbindungsmöglichkeiten an die NDS zu schaffen.