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27.02.1998 - 

Briefing Center in Rom eröffnet

Tivoli will den Support für seine europäischen Kunden verbessern

System-Management-Lösungen wie CAs "Unicenter TNG" oder Tivolis "TME 10" sind sehr komplexe Lösungen, deren Implementierung viel Zeit und Geld kostet. Anwender sind bei solchen Projekten auf die Unterstützung der Anbieter angewiesen, sonst droht das Projekt zu scheitern. Einer Untersuchung der Gartner Group zufolge ist dies das Schicksal von 70 Prozent aller Implementierungsversuche. Auch Tivoli hat sich bekanntlich bei der technischen Unterstützung seiner Kunden bis dato nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Tom Scholtz, European Programme Director bei der Meta Group, sieht dies als ein generelles Problem der Hersteller von System-Management-Lösungen: Sie wachsen so schnell, daß die Support-Infrastruktur damit nicht Schritt halten kann. Er kritisiert daneben aber auch, daß viele Anwender die Probleme einfach unterschätzen: "Komplexe Tools wie Unicenter TNG oder TME 10 verlangen eine gründliche Einarbeitung und Schulung der Mitarbeiter."

Malcolm Shubrock vom britischen Systemhaus ICL CFM hat die Supportdefizite am eigenen Leib erfahren müssen. Der Manager berichtet davon, daß sein Team bei ernsthaften Schwierigkeiten im Rahmen der Einführung von TME 10 bei Kunden auch schon gezwungen war, die Spezialisten in der amerikanischen Zentrale der Company um Rat zu bitten, weil vor Ort das entsprechende Know-how nicht vorhanden war.

Das soll nun anders werden. Die IBM-Tochter hat das Entwicklungslabor in Rom dazu auserkoren, künftig auch als Zentrale des europaweiten Supports zu dienen. Zudem befindet sich in den Tivoli-Gebäuden in der italienischen Hauptstadt auch eine der Kommandozentralen (siehe Foto) des "virtuellen Forschungslabors" der Company. Es handelt sich hierbei um einen Netzverbund der Labors in der Firmenzentrale im texanischen Austin, in Raleigh an der amerikanischen Ostküste und eben in Rom. Tivoli ist eigenen Angaben zufolge in der Lage, Anwendern alle eigenen Produkte und sämtliche Lösungen der Partnerunternehmen zu Schulungszwecken vorzuführen. Zudem arbeiten die Mitarbeiter des Rome Laboratory an Rechnern mit Musterkonfigurationen, wie sie auch beim Kunden vorkommen, um bei Anwendern auftauchende Probleme nachzuvollziehen und so Fehlerquellen zu beseitigen.

Neben der Eröffnung des Supportzentrums hat Tivoli auch neue Produkte zu bieten. Das Unternehmen, eigentlich im Bereich Management von Client-Server-Umgebungen zu Hause, richtet seit der Übernahme durch die IBM verstärkt das Augenmerk auf das Verwalten von Mainframe-Einrichtungen. Jetzt hat die Company neue Produkte für das System-Management von OS/390-Systemen vorgestellt, weitere Lösungen sollen im Laufe dieses Jahres noch folgen. Zu den Zielen, die Tivoli damit erreichen will, gehören eine verbesserte, auf Java basierende Bedienoberfläche, Integration mit TME 10-Anwendungen sowie Erweiterung der Funktionen. Unter den neuen Produkten für OS/390 befindet sich ein "Performance Monitor", der Anwendern eine exakte Berechnung der Ausnutzung von IT-Ressourcen erlauben soll. Zudem soll eine spezielle Supportgruppe, das "Tivoli Migration Team" (TMT), OS/390-Kunden beim Wechsel zu einer Verwaltungslösung von Tivoli unterstützen.

Weitere neue Lösungen im Portfolio der Management-Spezialisten sind die Module für das Verwalten der Produkte "Notes" und "Domino" von Lotus sowie Microsofts "Exchange". Zusammen mit dem "Global Enterprise Manager" (GEM) erhalten Anwender Aussagen von Tivoli zufolge eine grafische Sicht auf Exchange- und Domino-Umgebungen. Von zentraler Stelle aus soll sich so der Zustand der Messaging-Systeme verwalten lassen. Unter anderem vereinfachen die Produkte das Verteilen, Installieren und Konfigurieren von Notes-Desktops im Netz. Die jetzt vorgestellten Komponenten sollen die bereits verfügbaren TME 10-Module ergänzen und ab März 1998 erhältlich sein.